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Drei Stimmen für Friedrich Merz

Delegierte des CDU-Kreisverbands Rems-Murr haben klare Präferenz bei der Wahl zum Bundesparteivorstand

Von Silke Latzel

WAIBLINGEN. Morgen um 10.30 Uhr ist es so weit: Die erste Plenarsitzung des CDU-Parteitags in Hamburg beginnt. Vorläufig hat die Tagesordnung 25 Punkte. Nummer 16 ist die Wahl des Bundesparteivorstands. Der CDU-Parteitag setzt sich aus den Delegierten der CDU-Landesverbände, der Auslandsverbände und den Ehrenvorsitzenden zusammen. Die Landesverbände entsenden genau 1000 Delegierte, die von den Landes-, Bezirks- oder Kreisparteitagen gewählt werden müssen. Der Sitzung beiwohnen werden auch Joachim Pfeiffer, Siegfried Lorek und Michaela Bürk. Sie wurden vom Kreisverband Rems-Murr als Delegierte für den Bundesparteitag gewählt. Und sie dürfen ihre Stimme für einen der drei Kandidaten abgeben, die für den Bundesparteivorsitz kandidieren: Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer oder Jens Spahn.

Joachim Pfeiffer, 51 Jahre alt und Vater dreier Kinder, vertritt den Wahlkreis Waiblingen und ist seit 2002 Mitglied des Bundestags. Seit 2014 ist er wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Seine Stimme wird er morgen Friedrich Merz geben: „Mit Jens Spahn, Friedrich Merz und Annegret Kramp-Karrenbauer hat die CDU sowohl inhaltlich als auch personell ein breites, vielseitiges und sehr gutes Personalangebot für die Nachfolge des Parteivorsitzes, um das uns viele beneiden. Als Volkspartei beruht die CDU auf vier Säulen – der christlichen, sozialen, konservativen und wirtschaftsliberalen. In den vergangenen Jahren wurden die letzten beiden Säulen – die konservative und wirtschaftsliberale – sträflich vernachlässigt. Das hat eine offene Flanke geboten, von der andere profitiert haben. Um auch in Zukunft die Volkspartei der Mitte zu sein, müssen diese vier Säulen wieder im Gleichgewicht zueinanderstehen.“ Friedrich Merz habe das, was es brauche, um das Profil der Partei wieder zu schärfen und die CDU als Volkspartei der Mitte zu stärken, so Pfeiffer und ergänzt: „Merz ist ein Mann der klaren Worte, der auch vor schwierigen politischen Debatten nicht zurückschreckt. Daher ist aus meiner Sicht Friedrich Merz sowohl für die CDU als auch für Deutschland jetzt der Richtige.“

Der 41-jährige Siegfried Lorek lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Winnenden. Er ist seit 2016 Mitglied des Landtags Baden-Württemberg. Auch er wird heute Friedrich Merz als Parteivorsitzenden wählen: „Merz steht ganz klar für eine Erneuerung der Partei. Ich war im vergangenen Jahr auf einer Veranstaltung mit ihm in Waiblingen, da hat er mich sehr von seinen Ansichten überzeugt – übrigens auch alle anderen Anwesenden. Ich habe an diesem Tag nur positive Rückmeldungen bekommen.“ Lorek glaubt, Merz werde es schaffen, „die CDU wieder zu profilieren und in die richtige Richtung zu bringen. Wir brauchen wieder mehr politischen Wettstreit, es ist wichtig, Themen zu akzentuieren, anzugehen und klarer zu bewerten. Die Zeiten, in denen politische Entscheidungen alternativlos sind, sind vorbei. Das geht einfach nicht mehr.“

Michaela Bürk, Mitglied der CDU in Winterbach und Mitglied des Vorstands der CDU Rems-Murr, sagt: „Bis vor Kurzem habe ich mir noch offen gelassen, wen ich wählen werde, war mir aber nach der Regionalversammlung in Böblingen, die vor ein paar Tagen stattfand, zu 100 Prozent sicher.“ Auch sie wird sich für Friedrich Merz aussprechen. „Ich bin überzeugt davon, dass er der Beste der Kandidaten ist.“ Inhaltlich müsse man zwar abwarten, aber „Merz kann klare Kante zeigen“. Sie selbst sei sehr gespannt. „Es wird sicherlich ein spannender Parteitag. Die allgemeine Stimmung geht generell in Richtung Fredrich Merz, auch bei uns im Kreisverband. Dort habe ich den klaren Auftrag bekommen, mich für Merz auszusprechen. Nur zwei oder drei Leute dort präferieren Jens Spahn und nur ein Mitglied wünscht sich Annegret Kramp-Karrenbauer.“

Er gehört zwar nicht zum CDU-Kreisverband Rems-Murr, spielt in Backnang und Umgebung politisch aber trotzdem eine wichtige Rolle und wird als Delegierter für den CDU-Kreisverband Ostalb in Hamburg dabei sein: Norbert Barthle, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur und Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Backnang/Schwäbisch Gmünd. Beim Thema Wahl hält er sich zurück: „Alle drei Kandidaten haben bewiesen, dass sie das Zeug hätten, die Volkspartei CDU in eine gute Zukunft zu führen. Meine endgültige Entscheidung werde ich am Freitagabend nach der finalen Vorstellungsrunde treffen.“

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Erstellt:
6. Dezember 2018, 06:00 Uhr

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