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„Drive-In“-Teststationen für Coronavirus im Südwesten

dpa/lsw Nürtingen. Aus dem Auto heraus können sich besorgte Menschen unter anderem im Landkreises Esslingen ab sofort testen lassen, wenn sie glauben, mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu sein. Zwei „Drive-In“-Teststationen haben am Montag in Nürtingen und in Leinfelden-Echterdingen ihren Betrieb aufgenommen, eine weitere Station testet auf ähnliche Weise in Karlsruhe.

Eine Mitarbeiterin eines Krankenhauses nimmt zum Start einer "Drive-In"-Teststation für den Coronavirus eine Probe. Foto: Marijan Murat/dpa

Eine Mitarbeiterin eines Krankenhauses nimmt zum Start einer "Drive-In"-Teststation für den Coronavirus eine Probe. Foto: Marijan Murat/dpa

„Man bleibt einfach im Auto sitzen und kurbelt das Fenster runter“, sagte der Leiter des Landratsamts, Peter Keck, in Nürtingen. Ärzte und Helfer in Schutzkleidung nehmen am Wagen einen Abstrich von Mund und Nase. Voraussetzung sei, dass der mutmaßliche Betroffene sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hat und Krankheitszeichen aufweist.

„Wir schicken die Proben einem Labor in Karlsruhe“, erklärte Gesundheitsdezernent Christian Baron. Die Ergebnisse seien nach 24 bis 48 Stunden da. Bis dahin sollen die Betroffenen zu Hause bleiben. „Wir informieren die Bürger telefonisch über das Ergebnis“, erklärte Baron weiter. Wenn das Ergebnis positiv ausgefallen ist, mache sich das Gesundheitsamt daran, die Kontaktpersonen des Infizierten zu ermitteln, erläuterte Keck.

Der Test selbst soll etwa fünf Minuten dauern. Voraussetzung dafür ist eine telefonische Diagnose von einem Hausarzt. An jeder Station könnten pro Tag etwa 100 Menschen untersucht werden. „Unser Landkreis ist stark vom Coronavirus betroffen“, sagte Baron. Mittlerweile gebe es 22 Fälle. Der Rettungsdienst Malteser habe die „Drive-In“-Lösung in einer Expertenrunde vorgeschlagen. Die Stationen befinden sich auf dem Festplatz in Nürtingen und auf einem Parkplatz der Messe Stuttgart in Leinfelden-Echterdingen.

Das Landratsamt Esslingen rechnet wegen des großen Andrangs mit Wartezeiten von mehreren Stunden. Am Vormittag seien bereits rund 100 Abstriche entnommen worden, teilte die Behörde mit. Die Kreisverwaltung bittet die Bürger, die zunächst nicht untersucht werden konnten, in den nächsten Tagen noch einmal zu kommen.

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Erstellt:
9. März 2020, 14:30 Uhr

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