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DRK benötigt dringend Rettungsfahrzeug

BKZ-Leser helfen: Gebrauchter RTW kostet 25000 bis 30000 Euro – Damit kann das DRK Paralleldienste vermeiden

Der Ortsverein Backnang des Deutschen Roten Kreuzes benötigt dringend ein zweites Rettungsfahrzeug, um die Bereitschaftsdienste sicherzustellen. Schließlich kommt es in dem rührigen Verein im Lauf des Jahres immer wieder zu Paralleldiensten, begründen Vorsitzender Klaus-Dieter Fackler und Bereitschaftsleiter Jeffrey Grupp den Bedarf.

DRK benötigt dringend Rettungsfahrzeug

Von Florian Muhl

BACKNANG.Der Backnanger DRK-Ortsverein muss an allen Ecken und Enden sparen. Denn der Umzug in ihr neues Domizil in der Öhringer Straße schlug finanziell ganz schön zu Buche. „Als ich damals an die BKZ geschrieben habe, sind wir noch von 18000, 19000 Euro ausgegangen, jetzt liegen wir bei 47000, ohne Schließanlage“, sagt Ortsvereinsvorsitzender Klaus-Dieter Fackler. Und was war so teuer? „Die Elektrik hier in der Halle hat uns doch einiges an Geld gekostet. Was wir überall hatten, war Starkstrom, mit dem wir nichts anfangen. Die Elektrik hier hat uns um die 12000 Euro gekostet. Das hatten wir nicht auf dem Schirm, jedenfalls nicht in der Höhe“, bekennt Fackler.

So steht außer Zweifel, dass der Ortsverein noch weitere 25000 bis 30000 Euro für einen zweiten Rettungswagen (RTW) zusammenkratzen könnte, das er doch so dringend bräuchte. Bereitschaftsleiter Jeffrey Grupp erklärt warum und blickt aufs vergangene Jahr: „Zehn Prozent der Einsätze sind doppelt belegt gewesen, das heißt, das wir zwei Einsätze an einem Tag hatten. Wir von der Bereitschaft mussten dann entscheiden, ich oder mein Stellvertreter, zu welchem Dienst wir das Auto schicken und bei welchem Dienst es eher zu entbehren ist.“ Aber sinnvoll wäre es natürlich schon, wenn das DRK bei jedem Dienst ein Rettungsfahrzeug hätte. „Und es gab sogar fünf Dienste, die sogar dreifach belegt waren“, sagt Grupp. Was man auch berücksichtigen müsse: Ist der eine RTW bei einem Dienst gebunden und es steht kein zweites Fahrzeug zur Verfügung, „dann sind auch solche Sachen wie Einsatzgruppe akut nicht drin“, sagt der Bereitschaftsleiter. Dann könne das DRK nicht mit der Feuerwehr ausrücken, wenn diese zu einem Wohnungs- und Gebäudebrand gerufen wird.

Eine optimale Bereitschaft ist den Rot-Kreuzlern besonders auch beim Backnanger Straßenfest wichtig. „Wir haben auch ein Zelt aufgebaut, aber wenn man jemanden im Zelt versorgt, ist das natürlich auf dem Feldbett komplett was anderes, als wenn man den Patienten im RTW drin hat“, sagt Fackler. „Hier drin gibt es viel, viel mehr Möglichkeiten, den Patienten zu versorgen. Deshalb brauchen wir den Wagen beim Straßenfest zu 100 Prozent.“

„Wir haben hier an Bord auch Sauerstoff“, erläutert Grupp, „hier eine kleine Flasche, der über einen Druckminderer geregelt wird, entweder für einen Beatmungsbeutel oder er wird per Brille verabreicht. Sauerstoff wird als Medikament gezählt. Er darf zwar von jedem verabreicht werden, aber man muss sich schon damit auskennen. Er wird sowieso nur gegeben bei Bewusstlosigkeit, bei Reanimation, gerade bei Kollaps, wenn das Gehirn Sauerstoff braucht.“

Grupp erinnert sich an einen gravierenden Vorfall: „Richtig zum Einsatz kam unser RTW bei der Abifeier auf dem Jugendfestplatz zwischen Waldfriedhof und Strümpfelbach im letzten Jahr, da haben wir eine so komatöse Schülerin gehabt, die hat sich durch den Alkohol ins Koma gesoffen. Das war schon grenzwertig.“ Und Fackler erinnert sich: „Die hätte nicht überlebt, wenn sie nicht hier beatmet worden wäre.“

Erläutern die Einrichtung des bislang einzigen Rettungswagens des Backnanger DRK (von links): Jeffrey Grupp und Klaus-Dieter Fackler. Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Erläutern die Einrichtung des bislang einzigen Rettungswagens des Backnanger DRK (von links): Jeffrey Grupp und Klaus-Dieter Fackler. Foto: A. Becher

Info
Die aktuelle Spenderliste
Erika und Gotthilf Stein, Backnang; Arno Papke; Willi Eisemann; Dr. Michaela Aichler; Dieter Metzger, Steinbach; Irene und Kurt Hornung; Raum Seniorenpflege24, Auenwald; Jürgen Senk; M. und M. Sanzenbacher; Werner Schmidgall; Gudrun und Dietmar Frank, Backnang; Claudia und Josef Zierer; Anne und H. P. Kocher, Backnang; Elfriede Moll; Adelheid und Dieter Weyda; Ingrid und Robert Wieland; Ingrid Pohl; Renate Blind; Ruth Scheffler; Ellen Roswitha Benner; Waltraud und Herbert Pfuderer, Backnang; Gabriele Wieland; Anna und Dieter Streckenbach; Werner Mögle, Backnang; Dorothea Strasser; Reinhardt Schiller; Doris und Rudi Holzer; Anita Blank; Theresia und Walter Schmuckle; Heiderose Böttcher; Erwin Esslinger; Walter Schmid; Dr. Hans-Georg Eckstein; Annette und Hansjörg Pickel; Karin Klaus; Susanne Breier; Christine Christner; Inge Ruger; Rinker Dental-Labor GmbH; R. und K.-D. Schnaithmann, Aspach; Dr. Beate und Dr. Adolf Rivinius; Hans-Jürgen Rais; Monika Weingartner; Friseurin Andrea Hinterkopf; Martina und Michael Rützler; Sonja Bauer; Alice und Helmut Kübler, Großerlach; Heiderose Traub; Irmgard Langer; Anne und Herbert Stöpfel; Ellen und Michael Fuchs, Ebersberg; Isolde und Karl Paul; Gisela Schimke; Margot und Horst Ludewig; Andrea und Hubert Berberich; Paul Karl Süssmann; Heidi und Wogu Müller-Gmelin; Kurt Mutschler; Merges, Allmersbach; Elke-Barbara und Horst Klöpfer; Jürgen Manhalter; Monika und Dieter Plomitzer; Kreissparkasse Waiblingen; Edith Schnell, Weissach im Tal; Rita Heinerich-Bua; Andrea Weiss; Helga und Klaus Krull; Andreas Weber; Heide Entenmann-Eder; Dieter Axtmann; Stefan Gerngross; Maria und Heinz Kaldi, Backnang; Eblen GmbH Heinz Kreutzmann; Anneliese und Klaus Wengert, Backnang; Rosemarie und Eugen Frank, Aspach; Christa Bochterle; Klaus Radermacher; Hedwig Burchardt; Sabine und Hans-Joachim Erchinger; Anna Fischer, Allmersbach im Tal; Lieselotte und Manfred Ander; Theres und Gerhard Dannwolf; Vesta und Ralph Trillitsch, Backnang; Monika und Rüdiger Nossol, Oppenweiler; Angelika Bader, Backnang; Matthäuskirche Café Tässle, Backnang; Reinhild Stroh; Werner Stroh; Melanie Sandau; Uschi und Walter Sammet; Manfred Bauer; Lore Fuchs; Ingrid und Burkhard Sieland; Marianne Röhrle; Ingrid und Roland Hassler; Hedwig Perret; Herbert Janner; Annemarie und Heinz Bofinger; Eckart Huhs, Althütte; Gerald Nitschmann; Brigitte Rieger; Anni und Werner Gölz, Auenwald; Petra Jundt; R. und H. Raissle, Backnang; Jutta und Roland Herb; Elke Brenner und Wolfgang Kasper; Gabriele Taxis; Karin Rued, Maubach; Ingrid und Egon Hass; Ursula und Roland Hahn; Inge und Gerhard Bollinger; Helga Butsch; Agnes und Karl-Heinz Otterbach; Ingrid Cornelsen, Rietenau; Heidi und Dieter Bollinger, Weissach im Tal; Stefanie Rist; Inge und Hans-Joachim Herzig, Heiningen; Eva-Maria Schalk; Monika und Werner Thena, Weissach im Tal; Manfred Andrae; Sabrina Röckle; Gertrud Lang, Aspach; Jürgen Baumann; Margot und Siegfried Malz; Herbert Jungwirth; Professor Dr. Sprenger; Sabine und Josef Fischer, Backnang; Cornelia und Rainer Klotz, Backnang; Ilse und Hans W. Krämer; Gisela Barahonda Garcia; Reinhard Schnabel; Marianne Ellwanger; Waltraud und Josef Winkler; Reinhard Schoska; Peter Skowronek; Ernst Ehmann; Irmgard Serve; Eckart Jost; Gertraude Kehrer-Birke und Dietrich Kehrer; Hilde Bader; Barbara Köstel, Backnang; Angelika und Günter Sanzenbacher; Ulrike Galle; Eugen Föll; Inga-Margret Boeing; Willi Halder, Winnenden; Christel und Jürgen Hermann; Ruth und Gustav Spinner; Elvira Ripsam; Anneliese und Erhardt Damrau; Silvia und Herbert Baumann, Backnang; Ernst Skarpil, Backnang; Charlotte und Richard Joos, Backnang; Elisabeth und Dietbald Keller; Elke Vetter; Gerda Rettenmaier, Backnang; Dr. Margot Kalka-Eppel; R. und W. Diehl, Sulzbach; Marianne und Jürgen Hinterkopf; Ruth Maul, Staigacker; Burr Architekten + Planer; Elsbeth und Heinz Piller, Aspach; Gisela Kübler; Isolde Barth; Heide und Jürgen Rzymann; Ulrike Ziebel; Rolf Eitel; Andrea Steger; Sigrun Kuhn; Rolf Bayer; Petra und Uwe Krawitowski, Backnang; Irmtraud Mahler; Ursula Breining; Harald Herbert; Kurt Sanzenbacher; Otto und Inge Vetter; Siglinde Hohloch; Heinz Heilmann; Ruth Matthes; Doris Rosenke; Herta und Helmut Schwarz; Ulrike und Stefan Huebl; Gerti und Martin Diemer; Renate und Peter Hauschild; Gisela und Dieter Epple; Pfarrer Frank Schöpe, Ludwigsburg; Gerlinde und Gütner Mergenthaler; Uschi und Bernd Keppert; Günter Reil, Allmersbach; Elena Salamanis-Müller und Gunther Müller; Rosemarie und Heinz Barth; Gerlinde Dobler; Berta Föll; Marlies und Dieter Weller; Hertha und Dr. Wolf Ebert. Allen Spendern gilt ein herzliches Dankeschön.

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Erstellt:
12. Dezember 2018, 06:00 Uhr

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