DRK braucht dringend ein neues Fahrzeug

BKZ-Leser helfen Im Rahmen der vorweihnachtlichen Spendenaktion unserer Zeitung wird das Deutsche Rote Kreuz Backnang bei der Beschaffung eines neuen Fahrzeugs unterstützt. Die beiden Transporter, welche die Mitglieder derzeit nutzen, haben etliche technische Mängel.

Vorsitzender Klaus-Dieter Fackler und Vorstandsmitglied Horst Simacher würden am liebsten beide Fahrzeuge austauschen. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Vorsitzender Klaus-Dieter Fackler und Vorstandsmitglied Horst Simacher würden am liebsten beide Fahrzeuge austauschen. Foto: A. Becher

Von Melanie Maier

Backnang. Meistens sind es zwar nur Kurzstrecken, die die Mitglieder des DRK-Ortsvereins Backnang im Transporter zurücklegen. Doch auf diese Wege im Auto sind sie angewiesen. Zum Beispiel, um die ausrangierte Kleidung aus den Altkleidercontainern in Backnang einzusammeln, um zum Großmarkt, zu Impfaktionen oder zu Einsätzen zu fahren oder um neues Material vom Landesverband in Stuttgart abzuholen. „Die Transportfahrzeuge sind immer sehr viel im Einsatz“, sagt Vorstandsmitglied Horst Simacher. Auch bei Großveranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt oder dem Straßenfest braucht das DRK sie.

Mittlerweile weisen die zwei Fahrzeuge (beide Ford Transit) allerdings etliche technische Mängel auf. Und das, obwohl beide erst 14 Jahre alt sind – „für ein Fahrzeug dieser Größe eigentlich noch kein Alter“, sagt Simacher. Bei einem Fahrzeug, führt er aus, sei unter anderem ein Steuergerät defekt, wodurch der hintere Fahrgastraumbereich nicht mehr belüftet werden könne. Bei dem anderen Fahrzeug funktioniere eine Einspritzdüse nicht mehr. Bei beiden Fahrzeugen rosten die Kotflügel vorne. Darüber hinaus fahren sie mit einem Diesel-Katalysator Euro 4, weshalb sie nicht mehr nach Stuttgart hineindürfen. Eine vorübergehende Sondergenehmigung, die im Frühjahr für Fahrten zu Impfterminen ausgestellt wurde, ist abgelaufen. „Abgesehen davon ist das alles andere als umweltfreundlich“, betont Simacher.

„Eigentlich müssten wir beide Fahrzeuge erneuern, aber das ist utopisch“, sagt Klaus-Dieter Fackler, der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Backnang. „Wir überlegen gerade noch, welches wir austauschen.“ Das hängt nun auch von der Empfehlung der Werkstatt ab. Eine Überlegung sei gerade, die Sitzbänke des Personentransporters auszubauen, der wegen seiner Belüftungsproblematik keine Fahrgäste mehr auf einer längeren Strecke transportieren kann. „So könnte man ihn noch als Warentransporter nutzen“, erklärt Fackler. Eine umfassendere Reparatur lohne sich bei beiden Wagen nicht mehr, sagt er: Die Reparaturkosten würden den geschätzten Marktwert von jeweils unter 2000 Euro übersteigen. Eine neue Einspritzdüse allein würde um die 1200 Euro kosten. Dazu kommen noch viele weitere Kleinigkeiten wie ein abgefallener Tankdeckel.

Für die Neubeschaffung eines Personentransporters ist das DRK Backnang auf Spenden angewiesen. Durch die Pandemie fehlen wichtige Einnahmen aus Kursen und Einsätzen, die ausgefallen sind. Wegen der hohen Infektionszahlen muss inzwischen auch die Kleiderkammer geschlossen bleiben. Eine weitere Einnahmequelle fällt also weg. Doch auch wenn dem nicht so wäre, würde der Ortsverein Spenden brauchen. „Wir sind ein gemeinnütziger Verein“, erklärt Fackler, „wir machen grundsätzlich nie Gewinn. So eine Fahrzeugbeschaffung würden wir aus eigenen Mitteln nie hinbekommen.“ Kommen die rund 12000 Euro für ein neues Fahrzeug bei der Spendenaktion „BKZ-Leser helfen“ zusammen, wären die Kosten, mit denen Fackler rechnet, zur Hälfte gestemmt. Der Rest, so hofft er, soll aus weiteren Spenden generiert werden. Von der Volksbank Backnang habe der Ortsverein bereits Unterstützung erhalten.

Wie groß das neue Auto sein wird – ob es ein Sieben- oder ein Neunsitzer sein wird –, hänge davon ab, welche Summe am Ende zur Verfügung stehe, sagt Fackler. Recht wäre es dem DRK-Vorsitzenden, dass der neue Transporter mit Benzin fährt – „ein E-Auto käme für uns auch infrage, haben wir aber noch nicht in der Größe gesehen“ – und dass er ein paar moderne Standards erfüllt, etwa eine Klimaanlage oder ein eingebautes Navigationsgerät hat, „damit die Fahrer nicht mit dem Handy navigieren müssen. Außerdem soll das neue Auto ja auch mindestens 15 Jahre halten.“ Der DRK-Ortsverein wolle kein Luxusauto, schließt Fackler, „aber eins, das zuverlässig ist.“ Den Transporter, der bleibe, müsse man dann noch „ein bis zwei Jahre über die Runden retten“. Doch mit einem neuen Fahrzeug wäre der Ortsverein schon wieder weitaus einsatzfähiger.

DRK braucht dringend ein neues Fahrzeug

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Erstellt:
7. Dezember 2021, 06:00 Uhr

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