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Drohnen statt Jets: Zwischenfälle an Flughäfen nehmen zu

dpa Langen. An den deutschen Flughäfen sind im ersten Quartal dieses Jahres mehr illegale Drohnen gesichtet worden als ein Jahr zuvor. Während wegen der Corona-Krise immer weniger reguläre Flugzeuge unterwegs waren, wurden in den drei Monaten seit Jahresbeginn 25 unbemannte Flugkörper im Nahbereich der Flughäfen gesichtet, wie die Deutsche Flugsicherung am Mittwoch in Langen bei Frankfurt mitteilte. Vor einem Jahr hatte man zu diesem Zeitpunkt 17 Fälle gezählt.

Eine Drohne ist in weiter Entfernung vor einem Flugzeug zu sehen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Illustration

Eine Drohne ist in weiter Entfernung vor einem Flugzeug zu sehen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Illustration

Erneut war der Frankfurter Flughafen mit 16 Zwischenfällen am stärksten betroffen, vor Berlin-Tegel (3) und Hamburg (2). Jeweils eine Sichtung gab es in München, Stuttgart, Nürnberg und Saarbrücken. In Frankfurt musste der Betrieb in zwei Fällen für zusammen vier Stunden aus Sicherheitsgründen eingestellt werden. Das hat bereits die deutschlandweite Zahl von drei Stunden aus dem Vorjahr übertroffen.

In Deutschland sind Drohnenflüge in der Nähe von Start- und Landebereichen von Flughäfen verboten - es muss mindestens ein Abstand von 1,5 Kilometer gehalten werden. Drohnenflüge an Flughäfen werden strafrechtlich verfolgt. Sie gelten rechtlich als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr und werden mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren geahndet. Die Flugsicherung arbeitet nach eigenen Angaben an einem Detektionssystem und will dazu erste Tests in der Jahresmitte durchführen.

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Erstellt:
22. April 2020, 11:12 Uhr

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