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Dürr muss trotz Lichts am Ende des Tunnels sparen

dpa Bietigheim-Bissingen. Die durch Corona bedingte Flaute in der Autoindustrie trifft auch den Maschinenbauer Dürr. Zwar gibt es erste Anzeichen der Besserung, und inzwischen traut sich der Konzern auch wieder eine Prognose zu. Trotzdem werden nun Hunderte Stellen gestrichen.

Das Logo der Dürr AG an der Fassade des Hauptsitzes des Unternehmens. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Das Logo der Dürr AG an der Fassade des Hauptsitzes des Unternehmens. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Trotz erster Anzeichen der Besserung muss der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr sparen und streicht unter anderem rund 600 Stellen. Das Effizienzprogramm solle dem wegen der Corona-Krise schwächelnden Geschäft mit der Automobilindustrie in Europa entgegenwirken und vom kommenden Jahr an rund 30 Millionen Euro einbringen, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Wegen einer „langsamen Aufhellung des Geschäftsklimas“ erwartet Dürr ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern, unter dem Strich dürfte der neuen Prognose zufolge am Jahresende aber ein Minus stehen.

„Das Geschäft mit der Automobilindustrie in Europa wurde durch Corona am stärksten beeinträchtigt und wird sich auch in den kommenden Jahren verhalten entwickeln“, sagte Vorstandschef Ralf Dieter. „Die Kapazitätsanpassungen sind unausweichlich, um in Europa aus der Verlustzone herauszukommen.“

Während in Asien und Amerika eine Normalisierung des Automotive-Geschäfts absehbar sei, rechne der Vorstand im gesättigten europäischen Markt mit einer längeren Nachfrageschwäche, hieß es. Dürr stellt unter anderem Lackieranlagen für die Automobilindustrie her. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 16 000 Mitarbeiter.

Der Konzern hatte schon zuvor Maßnahmen zur Kostenreduzierung eingeführt. Zusammen mit dem neu angekündigten Programm erwartet er nun künftig jährliche Einsparungen von insgesamt rund 60 Millionen Euro.

Für das erste Halbjahr verzeichnet Dürr einen Rückgang des Auftragseingangs um 23 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro. Inzwischen sei aber eine allmähliche Belebung der Nachfrage zu erkennen, hieß es. Der Umsatz sank um 14 Prozent auf 1,62 Milliarden Euro. Der operative Betriebsgewinn liegt bei 23,7 Millionen Euro, nach Sondereffekten blieben 6,6 Millionen Euro übrig. Nach Steuern verzeichnete Dürr einen Verlust von 3 Millionen Euro.

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Erstellt:
29. Juli 2020, 18:05 Uhr

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