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ebm-papst profitiert von Trend zu effizienter Klimatechnik

dpa Stuttgart. Drei Tage Hitze mehr oder weniger machen für ebm-papst keinen Unterschied. Der Ventilatorenhersteller produziert nur für die Industrie, die eher langfristig denkt. Ein Hitze-Trend lässt sich dort aber trotzdem ausmachen.

Ein Mitarbeiter des Herstellers von Ventilatoren und Elektromotoren, ebm-papst montiert einen Lüfter. Foto: Daniel Maurer/Archivbild

Ein Mitarbeiter des Herstellers von Ventilatoren und Elektromotoren, ebm-papst montiert einen Lüfter. Foto: Daniel Maurer/Archivbild

Hitzewellen wie aktuell in Deutschland spielen dem Ventilatorenhersteller ebm-papst zunehmend in die Karten. Zwar produziert das Unternehmen keine Geräte für den Hausgebrauch, die in solchen Zeiten gewöhnlich reißenden Absatz finden. Generell sei aber immer mehr und vor allem immer effizientere Klimatechnik für Gebäude gefragt, sagte ebm-papst-Chef Stefan Brandl am Mittwoch bei der Vorstellung der Jahresbilanz in Stuttgart. Das sei ganz klar ein Trend, der das Wachstum des Unternehmens mit antreibe, betonte er.

ebm-papst produziert mit weltweit gut 15 000 Mitarbeitern Ventilatoren und Motoren für Klima- und Lüftungsanlagen, aber zum Beispiel auch für die Hausgeräte- oder die Autoindustrie. „Wir sind in einer Phase der Hochkonjunktur gut gewachsen“, sagte Brandl. Im Geschäftsjahr 2018/19, das im März endete, verbuchte die Unternehmensgruppe aus Mulfingen (Hohenlohekreis) einen Umsatz von rund 2,18 Milliarden Euro, 6,7 Prozent mehr als im Jahr davor. Etwa zwei Drittel davon macht die „industrielle Lufttechnik“ aus. Auch der Automobilbereich, zuletzt das Sorgenkind, habe sich wieder gut entwickelt, hieß es. Bei Hausgeräten dagegen sei der Konkurrenzdruck zu spüren gewesen, unter dem Großkunden wie Bosch derzeit stünden.

Zum Gewinn macht das Unternehmen generell keine Angaben. Das Ergebnis sei verbessert worden, aber noch nicht auf dem Niveau, das man erreichen wolle, sagte Brandl lediglich.

Für das laufende Geschäftsjahr planen Brandl und sein Finanzchef Hans Peter Fuchs etwas konservativer. „Die Industrie schwächelt ein wenig“, sagte Brandl. Das merke man bereits an der Auftragslage, insbesondere auch aus Asien. „Das geht natürlich nicht spurlos an uns vorüber.“ Ein Umsatzplus von 1,6 Prozent ist für 2019/20 eingeplant, trotzdem will ebm-papst nochmal deutlich mehr Geld in seine Standorte stecken: fast 200 Millionen Euro, davon knapp die Hälfte im Ausland, insbesondere an den Standorten in den USA und in China. Außerdem will ebm-papst künftig stärker komplette Systemlösungen anstelle bloßer Komponenten anbieten.

Dass beispielsweise Büro- oder Firmengebäude speziell klimatisiert oder belüftet würden, sei nicht neu, erklärte Brandl. Hier werde aber immer mehr Wert auf energieeffiziente, intelligent gesteuerte Anlagen gelegt, die dann entsprechend nachgerüstet würden. Und dazu kämen dann private Bauherren, die beim Hausbau über Klima- oder Lüftungsanlagen nachdächten. Auch die Digitalisierung, die immer mehr Daten generiere, die dann in immer mehr klimatisierten Rechenzentren verarbeitet würden, sei ein wichtiger Faktor für das Geschäft.

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Erstellt:
26. Juni 2019, 14:07 Uhr

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