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Ein erster Schritt Richtung Klimaschutzkonzept

Gemeinderat Oppenweiler beschließt die Erstellung von Fahrplänen für energetische Sanierung von sechs Gebäuden.

Im Rahmen der Klimaschutzbemühungen der Gemeinde sollen Sanierungskonzepte für sechs Gebäude in Oppenweiler her, darunter auch das Rathaus. Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Becher

Im Rahmen der Klimaschutzbemühungen der Gemeinde sollen Sanierungskonzepte für sechs Gebäude in Oppenweiler her, darunter auch das Rathaus. Foto: A. Becher

Von Lorena Greppo

OPPENWEILER. Die Gemeindeverwaltung habe einen hohen Auftrag, was den Klimaschutz angeht, hob Bürgermeister Bernhard Bühler in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats hervor. „Wir müssen dem in Oppenweiler einen höheren Stellenwert einräumen.“ Deshalb werde die Gemeinde in absehbarer Zukunft ein Klimaschutzkonzept erarbeiten. Einen ersten Schritt will man in Oppenweiler aber schon vorher gehen und Einsparpotenzial im Sektor Energie ermitteln. Ein Sanierungsfahrplan für sechs Nichtwohngebäude in der Gemeinde soll her, nämlich für die Murrtalschule, das Rathaus, den Kindergarten Reute-Törle, den Bauhof, die Gemeindehalle und das Feuerwehrgerätehaus. In diesen Bauten bestehe kurz- beziehungsweise mittelfristig Sanierungsbedarf, insofern sei dort auch Energiesparpotenzial zu erwarten.

Eine technische Bestandsaufnahme wird als Erstes gemacht.

Die Sanierungskonzepte soll die Firma Energex Energiespartechnik aus Dornstadt erarbeiten. Weil es für solche Konzepte vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eine Förderung von bis zu 80 Prozent gibt, so rechnete Bühler vor, koste es die Gemeinde pro Gebäude lediglich 3750 Euro, also insgesamt etwa 23000 Euro. Bei einer Beauftragung für mindestens fünf Nichtwohngebäude profitiere die Gemeinde zusätzlich von einem Programm der Firma Energex für energieeffiziente Maßnahmen oder Anschaffungen, mit dem man die Kosten weiter senken könne.

Zuerst werde eine technische Bestandsaufnahme gemacht, um den Zustand des jeweiligen Gebäudes zu beurteilen, erklärte ein Mitarbeiter der Firma im Gremium. Dabei würden Hülle, Fassade, Dämmung und Dach ebenso in Augenschein genommen wie die Technik und das Energiekonzept des Baus. Diese Beurteilung werde dann als Basis dafür herangezogen, einen Sanierungsplan zu erstellen, in dem auch ein Maßnahmenkatalog mit klaren Empfehlungen enthalten sei. Auch gehe es darum, inwiefern der CO2-Ausstoß mit jeweiligen Maßnahmen verringert werden kann und wann oder ob sich eine Maßnahme amortisiert. So soll die Gemeinde über eine solide Entscheidungsgrundlage verfügen und Fehlinvestitionen vorbeugen können.

Die Gremiumsmitglieder betrachteten den Vorstoß der Gemeindeverwaltung als sinnvoll, allerdings regte Alexander Stoppel (FGL) an, auch das Freibad diesbezüglich genauer unter die Lupe zu nehmen. „Wir sehen bei anderen Gebäuden dringenderen Handlungsbedarf“, erklärte Bühler. Schließlich sei ein Nahwärmenetz angedacht, bei dem das Freibad auf jeden Fall dabei sei. Die Anregung nahm der Bürgermeister jedoch zur Kenntnis. Womöglich könne man das Freibad anstatt des Bauhofs auf die Liste der Gebäude nehmen, für die ein Sanierungsfahrplan erstellt wird. In der Folge stimmte der Gemeinderat einstimmig dafür, die Energieberatung in Anspruch zu nehmen.

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Erstellt:
1. Juli 2020, 06:00 Uhr

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