Ein Jahr nach Halle-Anschlag: Bischof betont Verbundenheit

dpa/lsw Karlsruhe/Halle. Ein Jahr nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle hat Badens evangelischer Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh die Verbundenheit christlicher Gemeinden mit jüdischen Menschen betont. In einem Schreiben an die jüdischen Gemeinden im Land äußerte er sich entsetzt über das, was am letztjährigen Jom Kippur in Halle geschah. Angesichts der Gefahren, denen sich jüdische Menschen ausgesetzt sähen und des Hasses sei es wichtig, zum Ausdruck zu bringen: „Wir gehören zusammen und wir stehen zusammen gegen alle menschenverachtenden Kräfte“, betonte er am Freitag in Karlsruhe.

Badens evangelischer Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Badens evangelischer Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Am 9. Oktober vergangenen Jahres hatte ein Rechtsextremer versucht, am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur die Synagoge in Halle zu stürmen. In der Nähe des Gotteshauses erschoss der Attentäter eine 40 Jahre alte Frau, später einen 20 Jahre alten Mann. Auf seiner Flucht verletzte er mindestens zwei Menschen schwer in einem Ort bei Halle, versetzte die Region in Angst. Wie durch ein Wunder wurde ein Massaker verhindert. Ihren höchsten Feiertag begehen die Juden in Deutschland in diesem Jahr von Sonntag- bis Montagabend.

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Erstellt:
25. September 2020, 15:48 Uhr

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