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Ein köstliches Essen mit bürgermeisterlichem Service

„Waldhorn meets The Cool Chickpeas“ in dritter Auflage – Politiker und Musiker kellnern in Däfern

Fünf Bürgermeister und der Landrat haben zusammen mit den Musikern der integrativen Band The Cool Chickpeas rund 50 Gäste im Gasthof Waldhorn in Däfern bedient. Das Drei-Gänge-Menü hatten die Bandmitglieder und das Restaurantteam zuvor gemeinsam zubereitet. Der Erlös des Abends fließt in eine Reise der Band zu einem internationalen Festival in Südkorea.

Ian Schölzel ist einer der sechs Politiker, die den Service bei dem inklusiven Event übernommen haben. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Ian Schölzel ist einer der sechs Politiker, die den Service bei dem inklusiven Event übernommen haben. Foto: A. Becher

Von Annette Hohnerlein

AUENWALD. Die Idee zu dem kulinarisch-inklusiven Ereignis hatte Birgit Kneiser, die pädagogische Begleiterin der Band, im vorletzten Jahr. Zusammen mit den Gastronomen Alexander Munz und Ute Wagner-Munz vom Landgasthof Waldhorn in Däfern rief sie das Projekt „Waldhorn meets The Cool Chickpeas“ ins Leben, das nach 2018 und 2019 jetzt zum dritten Mal stattfand. Das Konzept: Ein inklusives Team aus Musikern der Cool Chickpeas und Waldhorn-Mitarbeitern bereitet ein festliches Essen vor und serviert es anschließend zum Preis von 75 Euro seinen Gästen. Der Erlös des Abends kommt der Bandarbeit zugute.

In diesem Jahr waren erstmals auch die Bürgermeister aus dem Umkreis und der Landrat eingeladen, und zwar nicht nur als Gäste, sondern auch als Helfer im Service. Auenwalds Bürgermeister Karl Ostfalk, in dessen Gemeinde das Ereignis stattfand, hatte es übernommen, seine Kollegen und den Landrat anzusprechen. Gekommen waren neben Ostfalk Frank Nopper aus Backnang, Irmtraud Wiedersatz aus Burgstetten, Sabine Welte-Hauff aus Aspach, Ian Schölzel aus Weissach im Tal und Landrat Richard Sigel. Die sechs Politiker und ihre Co-Kellner von den Cool Chickpeas legten sich mächtig ins Zeug, balancierten Tabletts und servierten Speisen, als hätten sie’s gelernt. Alle waren offensichtlich mit großem Vergnügen bei der Sache. Dass zwischendurch ein paar Sektgläser auf dem Tablett von OB Nopper – ohne sein Verschulden – zu Bruch gingen, tat der guten Stimmung keinen Abbruch.

Im Vergleich zu der Premiere 2018 ist Alexander Munz an diesem Abend entspannter. „Damals wussten wir alle nicht, auf was wir uns da einlassen. Aber es hat gut funktioniert“, erzählt er. Dennoch hat er die Musiker der Band dieses Mal etwas weniger eingespannt, damit sie nach dem Kochen nicht zu müde sind und den Rest des Abends noch genießen können. Denn für ein solches Event ist eine Menge Vorarbeit nötig.

So waren mehrere Musiker in der Küche damit beschäftigt, für rund 70 Personen Ackersalat zu putzen – eine Heidenarbeit. Waldhorn-Mitarbeiterin Stefanie Wagner, die das Salatputzteam anleitet, ist mit ihren Schützlingen zufrieden: „Sie sind fleißig.“ Ihr Kollege Tomek Jasinski assistiert unterdessen Felix Walter, der mit sichtlichem Vergnügen gekochte Kartoffeln durch die Presse drückt. „Perfekt“, lobt er.

Unterdessen kümmern sich Franziska Tyburzy und Steffen Heinisch um die Vorbereitungen im Gastraum. Servietten falten, Teller, Besteck und Gläser decken, das ist ihre Aufgabe. Franziska hat bereits einige Erfahrung in der Gastronomie, sie arbeitet im Gasthaus Lamm in Leutenbach. „Ich bin da im Service“, erzählt sie.

Sabine Welte-Hauff erzählt begeistert von den Erfahrungen, die sie beim Heimspiel von Andrea Berg im vergangenen Jahr gemacht hat, als die Sängerin ein Extrakonzert für Menschen mit Behinderung gegeben hat. „Jeder hat auf seine Art mit der Musik mitgemacht. Da kam so viel positive Energie, das war überwältigend“, schwärmt die Aspacher Bürgermeisterin.

Ähnlich geht es Ines und Wolfgang Eissler aus Hohnweiler. „Wir freuen uns, mit welcher Begeisterung die Kinder das machen. Das ist herzerfrischend“, sagt Ines Eissler, „wir unterstützen das gerne. Und das Essen war auch immer gut.“ Franziska, die das Ehepaar privat kennt, verkündet: „Ich hab den Tisch für euch gedeckt.“

Internationales Festival für inklusive Bands im Blick

Zwischen den Gängen des Menüs erläuterten Birgit Kneiser und Bandkoordinator Thomas Wildermuth den Gästen, wofür der Erlös des heutigen Abends verwendet wird: Die Band plant, im Oktober dieses Jahres nach Südkorea zu fliegen und dort an einem internationalen Festival inklusiver Bands teilzunehmen. Danach gab Philip Rakoczy, Sänger der Cool Chickpeas, den Gästen eine Kostprobe seines Könnens und sang drei Titel aus dem Musical „Mamma Mia!“. Zum Schluss ließen alle den Abend auf der Tanzfläche mit der Musik von DJ Fossil dlx ausklingen.

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Erstellt:
10. März 2020, 06:00 Uhr

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