Ein neuer Backnang-Brunnen in Bácsalmás

Die Ungarn gedenken mit dem Bau an die vertriebenen Schwaben im Jahr 1945. Delegation aus der Partnerstadt ist bei der Einweihung dabei.

Der Brunnen soll ein Ort der Begegnung sein. Bei der feierlichen Einweihung waren mit dabei (von links): Stadtrat Jörg Bauer, Janos Krix von der nationalen Minderheiten-Vertretung als Hauptinitiator des Brunnens, Bürgermeister Balázs Németh und Stadträtin Siglinde Lohrmann sowie Teilnehmer aus Bácsalmás. Foto: privat

Der Brunnen soll ein Ort der Begegnung sein. Bei der feierlichen Einweihung waren mit dabei (von links): Stadtrat Jörg Bauer, Janos Krix von der nationalen Minderheiten-Vertretung als Hauptinitiator des Brunnens, Bürgermeister Balázs Németh und Stadträtin Siglinde Lohrmann sowie Teilnehmer aus Bácsalmás. Foto: privat

Backnang. Im Zentrum von Backnangs ungarischer Partnerstadt Bácsalmás ist zum Gedenken an die vertriebenen Schwaben 1945 der Backnanger Gedenkbrunnen gebaut worden. Schon seit mehr als 30 Jahren besteht die internationale und vor allem tief greifende Partnerschaft zwischen den beiden Städten. Der neue Gedenkbrunnen soll an die vertriebenen Bewohner von Bácsalmás erinnert, die gezwungen wurden, ihr Zuhause in Ungarn zu verlassen und ein neues Leben in Deutschland zu beginnen.

Der Gedenkbrunnen ist aus Stein und Holz gefertigt und steht im Herzen von Bácsalmás, umgeben von Kulturhaus, Gymnasium und Rathaus. Kreisförmige Sitzbänke umrunden den Brunnen und sollen zum Verweilen einladen – denn Bürgermeister Balázs Németh war es wichtig, mit der Gedenkstätte einen Ort der Begegnung und des Austausches zu schaffen. Aufgrund der gemeinsamen Geschichte sei die Bácskaer Siedlung ohne die deutsche Präsenz kaum mehr vorstellbar, betonte auch Pfarrer Zsolt Huszák bei der Segnung des Brunnens.

Bei der Einweihungszeremonie wurde die Stadt Backnang durch die Stadträtin Siglinde Lohrmann und die Stadträte Michael Malcher und Jörg Bauer vertreten. Siglinde Lohrmann hielt das Grußwort und drückte in diesem die tief empfundene Dankbarkeit aus, den Brunnen, der auch als Symbol für die jahrelange freundschaftliche Beziehung der beiden Partnerstädte steht, einweihen zu dürfen. „Die Partnerschaft zwischen Backnang und Bácsalmás ist nicht nur besonders, sondern auch einzigartig“, betonte die Stadträtin, denn aufgrund der gemeinsamen Geschichte sei die Bindung seit 1959 trotz 1140 Kilometer Entfernung tief greifender als zwischen anderen ungarischen und deutschen Städten.

In einer Videobotschaft sandte auch Backnangs Oberbürgermeister Maximilian Friedrich Grußworte an die Bácsalmáser und betonte, wie wichtig persönliche und internationale Partnerschaften seien und welch bedeutendes Symbol der Brunnen für die Verbindung beider Städte darstelle. pm

Zum Artikel

Erstellt:
19. August 2021, 16:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Stadt & Kreis

Neue Seniorenvertreter

Irene Baum, Wolfgang Schwarz, Ingrid Siller und Rita Auch-Renner haben das Rennen per Briefwahl gemacht.

Stadt & Kreis

Anwohner erzielen Teilerfolg

Die Vertreter von ForstBW verteidigen bei einem Vororttermin die Baumfällarbeiten im Sachsenweiler Wäldchen. Der Protest der Anwohner hat jedoch bewirkt, dass die Stadtwerke die Netzübergabestation nicht am anvisierten Platz bauen und einige Bäume nicht gefällt werden müssen.

Stadt & Kreis

Bürgermeister verweigerte die Unterschrift

50 Jahre Gemeindereform: Backnang gehörte zu den Gewinnern der Gebietsreform. Die Stadt gewann vier neue Stadtteile hinzu und vergrößerte ihre Gemarkungsfläche um 50 Prozent. Allerdings waren die Eingemeindungen in den Nachbarorten umstritten.