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Ein „Smiley“ soll für Verkehrsberuhigung sorgen

Gemeinderat Großerlach beschließt wieder eine mobile Geschwindigkeitsanzeige anzuschaffen

Der grüne Smiley zeigt an: Die Geschwindigkeit wird eingehalten. Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Der grüne Smiley zeigt an: Die Geschwindigkeit wird eingehalten. Foto: A. Becher

Von Yvonne Weirauch

GROSSERLACH. Dialog Displays entschärfen gefährliche Verkehrssituationen. Autofahrer erkennen sofort und auf einen Blick, ob sie die vorgeschriebene Geschwindigkeit einhalten: Wer sich daran hält, wird mit einem grünen Smiley belohnt. Das traurige rote Gesicht hingegen ermahnt Fahrer, die das Tempolimit missachten. Bis vor einigen Jahren hatte auch die Gemeinde Großerlach eine mobile Geschwindigkeitsanzeige, einen „Smiley“, in Betrieb.

Die Erfahrungen zeigten, dass an den Standorten die gefahrenen Geschwindigkeiten tatsächlich nachweisbar zurückgegangen waren. Unglücklicherweise musste aus technischen Gründen der Betrieb zwischenzeitlich eingestellt werden, da kein Softwareupdate für die Anlage mehr verfügbar war, erläuterte Bürgermeister Christoph Jäger das Thema. In den Haushaltsberatungen für das laufende Jahr 2019 sei ein Ansatz in Höhe von 3000 Euro für die Beschaffung eines neuen „Smileys“ bewilligt.

Neben den gefahrenen Geschwindigkeiten stelle auch der Verkehrslärm ein großes Ärgernis dar, insbesondere der Motorradlärm im Bereich der B14. Forderungen der Gemeinde, zumindest im Bereich der Zufahrt zum Ort die zulässige Geschwindigkeit, verbunden mit dem Hinweis auf Lärmschutz, zu reduzieren, seien wiederholt zurückgewiesen worden. Der Versuch des Landkreises mittels der sogenannten Rüttelstreifen zur Besserung beizutragen, ist gescheitert (wir berichteten). Jäger: „Aktuell wurden vom Landkreis nun die vor einigen Jahren angebrachten Appellschilder erneuert, um zumindest auf diesem Wege etwas zur Lärmreduzierung beizutragen.“ Weitergehende verkehrsrechtliche oder andere Maßnahmen zur Lärmreduzierung wären nur aus einem entsprechenden Ergebnis einer Lärmkartierung ableitbar. Hier liegen die Verkehrszahlen deutlich unterhalb der entsprechenden Schwellenwerte. Nach einem erfolgreichen Modellversuch mit sogenannten Motorradlärmdisplays hat das Verkehrsministerium nun ein Förderprogramm aufgelegt, hierin kann die Anschaffung einer solchen etwa 16000 Euro teuren Anlage mit bis zu 4000 Euro bezuschusst werden. Da die Anschaffung für die Gemeinde Großerlach alleine finanziell nicht darstellbar wäre, wurde vorsorglich zur Fristwahrung mit den Gemeinden Sulzbach an der Murr und Spiegelberg ein gemeinsamer Antrag eingereicht, allerdings unter Vorbehalt der Entscheidung des Gemeinderats. Danach würde während der Motorradsaison das Display jeder Gemeinde für jeweils zwei Monate zur Verfügung stehen.

Da zu den Beschaffungskosten noch die Kosten für Fundamente und Bodenhülsen an den künftigen Aufstellorten hinzukämen, hätte sich der Gemeindeeigenanteil zwischen 8000 und 9000 Euro belaufen. Nach einer intensiven Diskussion hat der Gemeinderat Großerlach mehrheitlich entschieden, dass in 2019, wie ursprünglich geplant, ein „Smiley“ beschafft wird. Die Beteiligung an der Anschaffung des Motorradlärmdisplays wurde abgelehnt.

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Erstellt:
5. August 2019, 06:00 Uhr

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