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Ein Verdächtiger stellt sich

Versuchtes Tötungsdelikt im Eisental in Waiblingen

 Tatort Gewerbegebiet Eisental in Waiblingen: Vier Brüder stehen im Verdacht, am vergangenen Dienstag versucht zu haben, einen 33-Jährigen in einer Autowerkstatt mit einer Schusswaffe zu töten. Der 33-Jährige schwebt in Lebensgefahr. Nun stellte sich einer der Verdächtigen der Polizei. Foto: 7aktuell/agb

© 7aktuell.de/Simon Adomat

Tatort Gewerbegebiet Eisental in Waiblingen: Vier Brüder stehen im Verdacht, am vergangenen Dienstag versucht zu haben, einen 33-Jährigen in einer Autowerkstatt mit einer Schusswaffe zu töten. Der 33-Jährige schwebt in Lebensgefahr. Nun stellte sich einer der Verdächtigen der Polizei. Foto: 7aktuell/agb

WAIBLINGEN. (ngr/awus). Nach dem versuchten Tötungsdelikt am vergangenen Dienstag in einer Autowerkstatt im Industriegebiet Eisental in Waiblingen, bei dem ein 33 Jahre alter Mann lebensgefährlich verletzt wurde, kann die Sonderkommission Eisental eine Festnahme vermelden: Einer der vier Tatverdächtigen (Brüder irakischer Abstammung) stellte sich am Samstagnachmittag im Beisein seines Rechtsanwalts der Polizei. Der Mann wurde bereits in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Er macht von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Die Fahndung nach den drei anderen Tatverdächtigen, deren Identitäten der Polizei bekannt sind, laufe weiterhin auf Hochtouren, teilt das Polizeipräsidium Aalen mit.

Das Opfer, zu dessen Staatsangehörigkeit es weiter keine offiziellen Informationen gibt – möglicherweise handelt es sich um einen Libanesen – schwebt weiter in Lebensgefahr. „Er befindet sich unseres Wissens nach aber in einem vorerst stabilen Zustand“, sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Gegen die restlichen drei Tatverdächtigen gelten nach wie vor internationale Haftbefehle. Die Soko Eisental gehe aber nicht davon aus, dass sie sich im Ausland aufhalten. Der 33-Jährige, der sich gestellt hat, tat dies in einer Polizeidienststelle in Deutschland. Wo genau, wollte das Präsidium Aalen vorerst nicht mitteilen. Auch nicht, ob der Anwalt aus unserer Region stammt oder nicht.

Die Polizei hatte schon vergangene Woche gehofft, alle Tatverdächtigen in bestimmten Wohnungen in Korb, Waiblingen oder Stuttgart anzutreffen. Am Freitag waren deshalb Sondereinsatzkräfte ausgerückt und hatten diese Wohnungen durchsucht – allerdings ohne Erfolg (wir berichteten). „Aus polizeitaktischen Gründen“ hat sich die Polizei aktuell gegen eine Öffentlichkeitsfahndung entschieden.

Fest steht inzwischen, dass der 33-Jährige und die vier gesuchten Brüder sich kannten. Bereits früher war es zu Streitigkeiten gekommen. Worum es dabei ging, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Am Dienstagvormittag vergangener Woche hatten Zeugen im Umfeld der betreffenden Autowerkstatt im Waiblinger Eisental zunächst einen lautstarken Streit gehört. Kurz darauf fielen mehrere Schüsse. Zeugen sahen vier Männer beim Tatort. Die vier fuhren mit einem grauen Kombi weg. In der Soko Eisental sind derzeit sehr intensiv geführte Ermittlungen am Laufen, bei denen über 50 Beamte im Einsatz sind. Zeugen können sich unter 07151/950-0 melden.

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Erstellt:
14. Januar 2020, 11:30 Uhr

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