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Ein Zeichen der Hoffnung setzen

Pfarrer Tobias Weimer wendet sich mit seinem „Wort zum Sonntag“ per Video an die Menschen in Backnang und Umgebung

Ein Hoffnungszeichen aussenden. Diese Botschaft ist Pfarrer Tobias Weimer von der evangelischen Matthäuskirche in Backnang wichtig. Darum bildete der Begriff Hoffnung die Klammer in seinem „Wort zum Sonntag“, das gestern Vormittag im Rahmen des Videoblogs „Backnang dahoim“ über den YouTube-Kanal sowie über die Facebook-Seite der Backnanger Kreiszeitung ausgestrahlt wurde.

Er hat Hoffnung: Pfarrer Tobias Weimer bei der Aufzeichnung seines „Wort zum Sonntag“ in der Matthäuskirche in Backnang. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Er hat Hoffnung: Pfarrer Tobias Weimer bei der Aufzeichnung seines „Wort zum Sonntag“ in der Matthäuskirche in Backnang. Foto: A. Becher

Von Alexander Hornauer

BACKNANG. Pfarrer Weimer erklärte in seiner Ansprache: Auch wenn sich das Leben derzeit so ungewohnt und anders anfühle, er habe Hoffnung. Die Gesellschaft rücke näher zusammen. Menschen engagieren sich für andere. Das werde in sichtbaren Zeichen deutlich, sie richten Netzwerke ein, gehen zum Beispiel füreinander einkaufen oder halten telefonisch Kontakt, gerade mit Menschen mit reduzierten Sozialkontakten. Und es gibt Zeichen der Hoffnung, die man nicht sieht und nicht hört, die aber wichtig sind: Viele Menschen machen sich Gedanken um andere und beten füreinander.

Für Tobias Weimer war es neu, eine Ansprache per Video an die Menschen zu richten. Da er zum Autorenteam von „Kirche im SWR“ gehört und regelmäßig im Radio zu hören ist, „war das Sprechen und dann von vielen Leuten gehört zu werden, nicht ungewöhnlich. Aber mit Video ist es noch einmal anders, da hatte ich noch keine Erfahrungswerte.“ Dafür machte er es aber sehr geschickt: Eine Probe, und schon die erste Aufzeichnung saß.

Dass Pfarrer Weimer allein („und stellvertretend für alle, die jetzt nicht hier sein können“) in der Matthäuskirche steht und sich per Video an die Menschen in Backnang und Umgebung wendet, ist nur eine von vielen neuen Erfahrungen. Der 39-Jährige berichtet, dass sich seine Arbeit auch sonst ganz anders gestalte als sonst. „Es laufen viele Fäden zusammen und es ist viel zu tun“, sagt Tobias Weimer, aber er mache die Arbeit gern. „Es ist meine Motivation, für die Menschen da zu sein, die jetzt nicht aus dem Haus können. Wir wollen als Gemeinde einen kleinen Beitrag leisten, um diese Zeit so positiv wie möglich zu gestalten, für Familien genauso wie für Alleinwohnende oder Menschen, die zur Risikogruppe gehören.“

Die Matthäusgemeinde arbeitet an digitalen Angeboten, so werden Orgel- und Flügelkonzerte des begabten Organisten Noa Riebesam aufgezeichnet und ins Internet gestellt. Die Kirchenmusiker werden Empfehlungen für schöne Stücke und Konzerte geben. Kinder sind zu einem Bilderwettbewerb aufgerufen. Auf der Internetseite hoffnungszeichen.matthaeuskirche.de gibt es einen Überblick über alle Ideen, die derzeit entwickelt werden. Auch an Menschen ohne Internet ist gedacht, sie können Gebete und Impulse von Pfarrer Weimer und dessen Kollegin Tamara Götz über das Telefon (unter der Nummer 07191/4994162) anhören. Rund um die Kirche im Häfnersweg wird es Aushänge geben.

Pfarrer Weimer wünscht sich, dass die Angebote gut angenommen werden und den Menschen helfen. „Ein großes Kennzeichen von Kirche ist, dass Gemeinschaft gepflegt wird, dass Menschen in Kontakt sind. Darum finde ich es wichtig, dass das auch jetzt gelingt, wenn auch auf ganz andere Art und Weise als sonst.“

Info

Der Videoblog „Backnang dahoim“, der in der Coronakrise informieren und Mut machen soll, läuft von Montag bis Freitag jeweils um 18 Uhr über den YouTube-Kanal sowie über die Facebook-Seite der Backnanger Kreiszeitung.

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Erstellt:
23. März 2020, 06:00 Uhr

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