Eine Linde, eine Widmung: Kanzlerin Merkel besucht Templin

dpa Templin. Ehrendoktortitel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel viele, aber nur eine Ehrenbürgerschaft. Ehrensache deshalb, dem brandenburgischen Templin ein altes Versprechen zu erfüllen.

Kanzlerin Angela Merkel besucht ihren Heimatort Templin in der Uckermark. Foto: Michael Kappeler/dpa

Kanzlerin Angela Merkel besucht ihren Heimatort Templin in der Uckermark. Foto: Michael Kappeler/dpa

Gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl besucht Kanzlerin Angela Merkel heute ihren Heimatort Templin in der Uckermark. Im Bürgergarten der brandenburgischen Stadt pflanzt die CDU-Politikerin eine Linde und legt den Grundstein für eine Kita.

Damit löse Merkel ein Versprechen von 2019 ein, als Templin sie zur Ehrenbürgerin gemacht habe, sagte Bürgermeister Detlef Tabbert der Deutschen Presse-Agentur. „Sie hat ja eine Menge Ehrendoktortitel, aber nur eine Ehrenbürgerschaft.“ Eigentlich sollte die Kanzlerin zum 750. Stadtjubiläum im April 2020 kommen. Wegen Corona habe man dies zweimal verschoben. „Das ist der dritte Versuch“, sagte Tabbert, der der Partei Die Linke angehört. „Es freut uns, dass sie sich in diesen bewegten Zeiten die Zeit nimmt.“

Für die Zeremonie voriges Jahr war nach seinen Worten übrigens schon eine Kanzlerinnen-Linde bestellt worden. Da Merkel nicht kommen konnte, habe dann ein Stadtbediensteter den Baum gesetzt, allerdings in zweiter Reihe. Den vorgesehenen prominenten Platz darf die Kanzlerin nach Tabberts Worten jetzt doch selbst bepflanzen.

Zudem bringe Merkel eine Widmung mit, die in einer Kupferkapsel im Grundstein der neuen Kita versenkt werden soll. Die Einrichtung für 90 Jungen und Mädchen entsteht neben der sogenannten Hyparschale, einem denkmalgeschützten Betonbau. „Die Kanzlerin kennt diese Halle noch als Gaststätte“, so der Bürgermeister.

Merkel, gebürtige Hamburgerin, hatte von 1957 bis 1973 in Templin ihre Kindheit und Jugend verbracht. Ihr Vater war dort Pfarrer. „Die Uckermark war und ist für sie ein Stück Heimat“, hatte Regierungssprecherin Ulrike Demmer vorige Woche gesagt.

© dpa-infocom, dpa:210910-99-161763/2

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Erstellt:
10. September 2021, 06:16 Uhr

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