Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Eisenmann appelliert: Kein Schulschwänzen für frühen Urlaub

dpa/lsw Stuttgart. Darauf freuen sich Schüler und Lehrer: Die Sommerferien starten im Südwesten, und das bedeutet für viele Urlaub. Manche Eltern nehmen ihre Kinder früher aus der Schule - zum Ärger der Kultusministerin.

Susanne Eisenmann (CDU), Kultusministerin in Baden-Württemberg, antwortet bei einem Gespräch auf Fragen. Foto: Bernd Weissbrod/Archivbild

Susanne Eisenmann (CDU), Kultusministerin in Baden-Württemberg, antwortet bei einem Gespräch auf Fragen. Foto: Bernd Weissbrod/Archivbild

Staus auf den Autobahnen, volle Flughäfen und Bahnhöfe: Auch in Baden-Württemberg stehen jetzt die Sommerferien bevor. Für knapp 1,5 Millionen Schüler und mehr als 137 000 Lehrer in Baden-Württemberg ist an diesem Freitag letzter Schultag.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) appellierte am Donnerstag an die Eltern, ihre Kinder nicht vorzeitig aus der Schule zu nehmen, um früher in den Urlaub starten zu können. „Wenn Eltern sagen, ich entscheide, wann mir Schule passt oder nicht, vermitteln sie ihren Kindern dadurch auch den Eindruck, dass Schule nicht so wichtig ist“, sagte Eisenmann der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist fatal. Dafür habe ich kein Verständnis.“ Die Zeugnisse müssen nach Angaben des Kultusministeriums an einem der letzten sieben Unterrichtstage ausgegeben werden - an vielen Schule war dies vor dem letzten Schultag.

Der Stuttgarter Flughafen rechnet am Freitag mit bis zu 50 000 Passagieren, die in den Urlaub wollen oder wieder zurückkommen. An normalen Tagen werden zwischen 30 000 und 35 000 Passagiere abgefertigt, wie eine Sprecherin mitteilte. Sie empfahl etwas mehr Zeit für den Check-in und die Sicherheitskontrollen einzuplanen. Mit mehr Passagieren wird auch in Friedrichshafen und am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden gerechnet.

Auch die Bahn bereitet sich vor. Ein Sprecher sagte: „Wir haben alles im Einsatz, was rollen kann.“ Besonders an den Fernverkehrsknoten in Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe und Freiburg sei viel los.

Mit dem Schulende müssen Reisende auch auf den Autobahnen im Südwesten wieder mit längeren Fahrtzeiten rechnen. Besonders staugefährdete Strecken sind nach Angaben des Innenministeriums die A5 Frankfurt - Karlsruhe - Basel zwischen Kreuz Heidelberg und Baden-Baden, die A6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg zwischen Kreuz Walldorf und Bretzfeld sowie die A7 Würzburg - Füssen/Reutte zwischen Aalen/Oberkochen und Kreuz Ulm/Elchingen.

Geduld brauchen demnach auch Autofahrer auf der A8 Karlsruhe - Stuttgart - München zwischen Dreieck Karlsruhe und Pforzheim-Süd sowie zwischen Aichelberg und Ulm-Ost. Staugefahr herrscht zudem auf der A81 Heilbronn - Stuttgart - Singen zwischen Mundelsheim und Dreieck Leonberg sowie zwischen Kreuz Stuttgart und Herrenberg.

Agrarminister Peter Hauk (CDU) appellierte an die Autofahrer, keine Lebensmittel an den Autobahnraststätten unachtsam zu entsorgen. Hintergrund ist die drohende Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest. Immer wieder komme es vor, dass Reisende oder Berufskraftfahrer an Tankstellen, Raststätten oder Autobahnparkplätzen Speisereste hinterlassen. Die Behörden wollen verhindern, dass Wildschweine infizierte Lebensmittel aus dem Ausland fressen. In Deutschland ist die Krankheit bislang noch nicht aufgetreten.

Zum Artikel

Erstellt:
25. Juli 2019, 16:49 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!