El Khannouss fühlt sich „wie daheim“
Der Mittelfeldspieler des VfB hat mit Blick auf seine fußballerische Zukunft eine klare Vorstellung – mit Stuttgart in zentraler Rolle.
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Hat mit dem VfB Stuttgart noch viel vor: Bilal El Khannouss
Von Heiko Hinrichsen
Stuttgart - Beim 3:0-Auswärtssieg gegen Borussia Mönchengladbach feierte er ein Kurz-Comeback – nun ist Bilal El Khannouss für die Europa-League-Partie an diesem Donnerstag (21 Uhr) gegen die Young Boys Bern wieder ein Kandidat für die Startelf. Wegen seines Einsatzes für die Nationalelf Marokkos hatte der 21-Jährige in den vergangenen Wochen in Stuttgart gefehlt.
„Für mich war das der beste Afrika-Cup der Geschichte. Die Stadien, die Infrastruktur, die Leute. Alle waren darüber sehr glücklich. Ich bin stolz, dass ich daran teilnehmen konnte“, sagte El Khannouss, der im Endspiel unglücklich in einer äußerst turbulenten Partie gegen den Senegal mit 0:1 verlor, gegenüber der „Bild“-Zeitung.
Unter anderem hatte der Gegner für einige Zeit den Platz verlassen, weil man sich von den Schiedsrichtern benachteiligt fühlte. „Ich würde lieber nicht darüber sprechen, was in diesem Spiel passiert ist“, sagte El Khannouss: „Das war sehr hart. Für mich als jungen Spieler war das sehr schwierig zu sehen, wie mein Land 50 Jahre nach dem letzten Titelgewinn verliert.“
Mit seiner aktuellen Situation in Stuttgart ist der offensive Mittelfeldspieler dagegen sehr zufrieden: „Ich kann nicht sagen, ob ich mich als Leih- oder dauerhafter Spieler sehe. Aber das Wichtigste ist, dass ich mich wie daheim fühle.“
Bislang ist Bilal El Khannouss vom englischen Premier-League-Club Leicester City nur ausgeliehen. Doch die gemeinsame Zukunft wird ziemlich sicher weiter gehen. So besteht für den VfB Stuttgart keine Kaufoption, sondern eine Kaufpflicht für den Preis von rund 20 Millionen Euro, wenn der Spieler eine bestimmte Anzahl an Partien für die Cannstatter in dieser Saison absolviert hat – und sich der Verein in akzeptablen Tabellenregionen befindet.
Da auch die Zahl der Einsätze offenbar schon nahezu erreicht ist, dürfte einer gemeinsamen Zukunft nichts mehr im Wege stehen.
