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Elefanten-Blutdruck gemessen

dpa/lsw Stuttgart. Die Stuttgarter Wilhelma hat den Blutdruck einer Elefantendame messen lassen und damit Pionierarbeit in der Tiermedizin geleistet. Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurde die Elefantin „Zella“ untersucht; sie gehört damit zu den ersten Dickhäutern, bei denen die Höhe des Blutdrucks erfasst wurde. An den Werten könne man „Erkrankungen an Herz oder Niere, Diabetes oder auch Stress schon im Frühstadium erkennen und entsprechend therapieren“, sagte die Tierärztin Beate Egner in einer Mitteilung des Zoos vom Freitag.

Timm-Julian Egner (l) und Beate Egner erfassen im Zoo Wilhelma den Blutdruck der Elefantendame Zella. Foto: Inga Dauter/Wilhelma Stuttgart/dpa

Timm-Julian Egner (l) und Beate Egner erfassen im Zoo Wilhelma den Blutdruck der Elefantendame Zella. Foto: Inga Dauter/Wilhelma Stuttgart/dpa

Für die Untersuchung nutze man wie beim Menschen eine Manschette. Weil das Gerät auf Höhe des Herzens messen muss, wird sie bei Elefanten am Schwanz befestigt. Ein Programm zeichnet die Daten auf und macht sie in Form eines Pulswellenbildes sichtbar. Mit dieser hochauflösenden Oszillometrie „können wir die Werte nun ohne Stress für das Tier in weniger als einer Minute erfassen“, sagte Egner. Mit Hilfe des Forschungsprojekts soll es möglich werden, Normwerte für Elefanten und andere Tierarten zu bestimmen, um Abweichungen schneller erkennen zu können.

In der Wilhelma fand Egner auch noch Zeit für andere Tiere: Erstmals konnte sie bei Boa, Königsnatter und Bartagamen den Blutdruck messen.

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Erstellt:
24. Juli 2020, 13:11 Uhr

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