Caroline Bosbach

Ermittlungen gegen CDU-Politikerin: Weitere Beschuldigte

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen die CDU-Politikerin Caroline Bosbach gibt es eine weitere Beschuldigte. Sie wird verdächtigt, eine Rechnung rückdatiert zu haben.

Die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach

© Michael Kappeler/dpa/Michael Kappeler

Die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach

Von red/dpa

Im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach (CDU) wegen des Anfangsverdachts des gemeinschaftlichen Betrugs gibt es eine weitere Beschuldigte. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Köln mit. Es handle sich um eine Frau aus dem Arbeitsumfeld der Parlamentarierin, erklärte ein Sprecher. Auch gegen sie werde nun ermittelt. Zuvor hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet. Bosbach selbst hatte stets alle Vorwürfe zurückgewiesen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft steht die weitere Beschuldigte im Verdacht, im Juli 2025 eine Rechnung „über die Ableistung einer Wahlkampfbegleitung erstellt, auf den 03.02.2025 rückdatiert und zur Verfügung gestellt zu haben“. Die Frage, zu welchem Zweck das geschehen sein könnte, sei Gegenstand der umfangreichen Ermittlungen, erklärte der Sprecher. Die Bundestagswahl hatte am 23. Februar 2025 stattgefunden. 

Vorwürfe im Sommer 2025

Die Ermittlungen gegen Bosbach (CDU) hatte die Staatsanwaltschaft Ende des vergangenen Jahres aufgenommen. Gegenstand des Verfahrens sei der Vorwurf, die Politikerin habe im Januar 2025 einen ihrer damaligen Wahlhelfer dazu gebracht, eine fingierte Rechnung in Höhe von 2.500 Euro beim Kreisverband der CDU Rheinisch-Bergischer Kreis einzureichen. Weiter werde geprüft, ob Bosbach den Wahlhelfer dazu gebracht habe, ihr den Betrag in bar auszuhändigen, hieß es. „Auf die für die Beschuldigten geltende Unschuldsvermutung wird ausdrücklich hingewiesen“, hatte die Staatsanwaltschaft betont.

Bosbach hatte schon zuvor deutlich gemacht, dass sie alle Vorwürfe zurückweist. Sie sei zuversichtlich, „dass das Ermittlungsverfahren nach Abschluss der Ermittlungen eingestellt wird“, hatte sie mitgeteilt. Schon im Sommer 2025 hatte sie beteuert, dass an den Vorwürfen nichts dran sei.

„Gegen mich läuft aktuell eine Schmutzkampagne“, schrieb sie im Juli 2025 auf Instagram. „Die Vorwürfe sind falsch“, hieß es einer dazu veröffentlichten Erklärung des Anwalts Ralf Höcker, der die Anschuldigungen „als Teil einer perfiden Rachekampagne“ bezeichnete.

Die aus Bergisch Gladbach stammende Tochter des CDU-Politikers Wolfgang Bosbach hatte bei der Bundestagswahl 2025 das Direktmandat im Rheinisch-Bergischen Kreis für die CDU gewonnen.

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Erstellt:
30. Januar 2026, 17:40 Uhr

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