Erneut schwaches Erdbeben im Zollernalbkreis

dpa/lsw Burladingen. Wieder gibt es ein Erdbeben im Zollernalbkreis. Derzeit häufen sich Erschütterungen in der Region. Ein Experte des Landeserdbebendienstes kennt die Hintergründe.

Nach einem schwachen Erdbeben im Zollernalbkreis am Mittwochmorgen hat der Landeserdbebendienst eine Magnitude von 2,6 gemessen. Das Beben ereignete sich in der Region zwischen Burladingen und Jungingen um kurz vor 6.00 Uhr am Morgen. Zunächst war eine Stärke von 2,5 angegeben worden. 300 Zuschriften von Zeugen des Bebens waren bei dem Dienst eingetroffen. Dabei war nach Angaben der Experten aber über keine Schäden berichtet worden.

„Das ist ein schwaches Erdbeben“, sagte Stefan Stange vom Landeserdbebendienst. Ab wann ein Erdbeben spürbar wird, hänge von vielen Variablen ab. Es habe schon Erdbeben mit einer Magnitude von 2,7 gegeben, die nicht zu spüren gewesen waren. Und manchmal könne sich die Erderschütterung schon bei einer Stärke von 2,0 bemerkbar machen, wenn es dicht unter der Erde liegt, erklärte Stange. „Aber im Allgemeinen ist eine Magnitude von 2,5 oft schon zu spüren.“

Am 1. Dezember hatte es in der gleichen Region ein Beben der Stärke 3,9 gegeben. Damals hatte der Erdbebendienst rund 6000 Meldungen erhalten. Seither gab es zudem mehrere sehr schwache Beben. „3,9 ist ein mäßig starkes Erdbeben“, sagte Stange. Dabei seien leichte Schäden wie Risse im Putz nicht auszuschließen. Strukturelle Schäden wie Mauerrisse seien etwa bei der Magnitude von 5,0 zu erwarten.

Warum kommt es zurzeit zu mehreren Erdbeben? „Das ist insgesamt nichts Besonderes. Die Häufigkeit schwankt“, sagte Stange. In der Region verläuft die Albstadt-Scherzone, in der sich zwei unterirdische Gesteinskomplexe aneinander um weniger Zentimeter in verschiedenen Richtungen bewegen wollen. Das aktuelle Beben habe sich nördlich davon und nicht im engeren Bereich der Zone befunden.

Bei der Polizei gab es keine besorgten Anrufe und auch keinerlei Informationen über Schäden, teilte ein Sprecher mit: „Das ist normal in der Region, da wackelt es immer wieder.“

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Erstellt:
9. Dezember 2020, 08:49 Uhr

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