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Erneut Warnstreiks im Südwest-Einzelhandel

dpa/lsw Stuttgart. Im Tarifkonflikt des baden-württembergischen Einzelhandels macht die Gewerkschaft Verdi weiter Druck. Bei einer Kundgebung in der Stuttgarter Innenstadt beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 800 Teilnehmer, wie Verhandlungsführer Bernhard Franke am Freitag mitteilte. Die Arbeitgeber seien gut beraten, wenn sie sich am Verhandlungstisch bewegten, rief er den Beschäftigten zu.

Ein Mann trägt eine Mütze mit dem Verdi-Logo. Foto: Christophe Gateau/Archivbild

Ein Mann trägt eine Mütze mit dem Verdi-Logo. Foto: Christophe Gateau/Archivbild

An Warnstreiks beteiligten sich den Angaben zufolge insgesamt 1500 Personen im ganzen Land. Außerdem wurden Beschäftigte von Betrieben in den Regionen Mannheim-Heidelberg, Heilbronn, Schwäbisch Hall und Umland, Karlsruhe, Pforzheim, Fils-Neckar-Alb und Friedrichshafen zu befristeten Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Der Handelsverband Baden-Württemberg hatte die befristeten Arbeitsniederlegungen immer wieder kritisiert. „Warnstreiks dieser Art treffen vor allem die Verbraucher und gefährden in einer Zeit, in der sich der Handel in der größten Transformation seiner Geschichte befindet, noch mehr Arbeitsplätze.“

Die Tarifverhandlungen für die etwa 490 000 Beschäftigten im baden-württembergischen Einzelhandel waren am 12. Juni ohne Ergebnis vertagt worden. Die Arbeitgeber hatten ihr Angebot etwas nachgebessert und wollen nun eine Lohnerhöhung von 1,7 Prozent im ersten und 1,2 Prozent im zweiten Jahr gewähren. Verdi wies das als zu niedrig zurück und blieb bei der bisherigen Forderung von 6,5 Prozent. Die Verhandlungen werden am 8. Juli fortgesetzt.

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Erstellt:
21. Juni 2019, 13:14 Uhr

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