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Erneute Welle von betrügerischen Anrufen

Falsche Polizeibeamte schüchtern Senioren ein

Symbolfoto: Imago

© imago stock&people

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WAIBLINGEN/AALEN (pol). Diese Woche ist erneut eine Welle von Anrufen „falscher Polizeibeamter“ über den Landkreis Rems-Murr, den Ostalbkreis sowie den Landkreis Schwäbisch Hall gerollt. In einem Fall in Crailsheim kam es am Mittwoch beinahe zur Übergabe eines fünfstelligen Geldbetrages. Dem Opfer wurde mitgeteilt, dass sein Bankmitarbeiter ebenfalls zur Tätergruppierung gehören würde und nicht vertrauenswürdig sei. Ebenso wurde dem Opfer mitgeteilt, dass die Täter skrupellos seien und zur Schusswaffe greifen würden. Der Senior wurde so dermaßen eingeschüchtert, dass er letztendlich - obwohl er das Geld bei seiner Bank schon abgehoben hatte - auf dem Polizeirevier in Crailsheim erschien und um Schutz bat.

Alle anderen angerufenen vermeintlichen Opfer, oft Seniorinnen und Senioren, fiel der Betrugsversuch auf, sodass die Täter in diesen Fällen keine Beute machen konnten. Neben der Masche mit den falschen Polizisten gab es zudem auch Anrufe mit dem sogenannten Enkeltrick.

Die Betrüger versuchen es mit allen Maschen und schaffen es immer wieder, Opfer so einzuschüchtern, dass sie trotz aller Warnungen auf die Forderungen der kriminellen Banden eingehen.

Die Polizei bittet deshalb darum, folgende Ratschläge zu beachten:

-Die Polizei ruft niemals - wirklich niemals! - an und fragt nach Bargeld oder Wertsachen. Bei solchen Anrufen sofort auflegen!

-Seien Sie immer vorsichtig, wenn Sie jemand telefonisch um Geld bittet.

-Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner, häufig ein angeblicher Enkel oder anderer Verwandter oder ein Polizeibeamter, Geld von Ihnen fordert.

-Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist. Rufen Sie ihn unter einer Ihnen bekannten Rufnummer persönlich zurück.

-Übergeben Sie niemals Geld an Ihnen unbekannte Personen.

-Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt: Legen Sie den Hörer zunächst auf und wählen anschließend die Notrufnummer 110 - verwenden Sie nicht die Wahlwiederholung!

-Wenden Sie sich auf jeden Fall an ihre örtliche Polizei, wenn Sie Opfer geworden sind und erstatten Sie eine Anzeige.

-Sprechen Sie mit Ihren Verwandten über die Betrugsmasche und klären Sie vor allem ältere Angehörige darüber auf.

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Erstellt:
23. Januar 2020, 15:10 Uhr

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