Olympia 2026
Erst der Crash, dann der Verlobungsring – wilder Tag für Breezy Johnson
In der Abfahrt ist Breezy Johnsion Olympiasiegerin geworden. Im Super-G landete sie nach einem Sturz um Fangzaun. Im Ziel durfte sie sich dennoch freuen – über einen Verlobungsring.
© AFP
US-Olympiasiegerin Breezy Johnson.
Von Dirk Preiß
Dass Breezy Johnson die Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina d’Ampezzo mit ein bisschen Schmuck verlassen würde, war schon seit dem vergangenen Sonntag klar. Da gewann die US-Amerikanerin die Abfahrt in Cortina d’Ampezzo. Danach ging ihre Goldmedaille zwar ein wenig kaputt, das gute Stück wird sie dennoch als goldene Erinnerung mit nach Hause nehmen. Am Donnerstag kam dann – eher überraschend – ein weiteres Schmuckstück hinzu.
Die 30-Jährige erlebte sportlich einen Tag zum Vergessen – und hatte noch Glück im Unglück. Nach einem wilden Sturz landete sie zwar im Fangnetz, blieb aber unverletzt. Das war wichtig. Und auch gut für Connor Watkins.
Der ist der Freund von Breezy Johnson und wartete im Ziel – mit einem Verlobungsring. Kurz, nachdem die Olympiasiegerin winkend in den Zielbereich gefahren war, ging er vor ihr auf die Knie. Johnsons Teamkolleginnen waren alle Zeugen dieses besonderen Moments und freuten sich mit ihr, als sie „Ja“ sagte.
„Seine Worte waren so wunderschön“, sagte Johnson, „ich habe geweint und nur daran gedacht, wie sehr ich ihn lieben.“ Die beiden haben sich einst über eine Dating-App kennengelernt. Watkins gab an, er plane diesen Antrag schon seit einem Jahr. Auch, weil „ich ihm erzählt habe, dass ich davon träume, bei Olympischen Spielen einen Antrag zu bekommen“, sagte die Skirennläuferin. Überrascht war sie dann dennoch.
Breezy Johnson outete sich 2022 als bisexuell und steht seitdem für die LGBTQ+-Bewegung. In Cortina verpasste sie eine zweite Medaille bereits in der Team-Kombination. Zwar hatte sie auch da die schnellste Zeit in der Abfahrt hingelegt. Mikaela Shiffrin verspielte den Vorsprung dann aber überraschend im Slalom. Das Duo wurde Vierter.
