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Erstmals in 690 Jahren: Blutfeiertag in Walldürn abgesagt

dpa/lsw Walldürn. Wegen der Corona-Krise ist eine der größten kirchlichen Feiern in der Stadt Walldürn ausgefallen: Am Donnerstag hätte der Ort im Neckar-Odenwald-Kreis eigentlich den Höhepunkt seiner Wallfahrtszeit gefeiert, den Großen Blutfeiertag. Es sei das erste Mal in der 690-jährigen Geschichte, dass die Feierlichkeiten abgesagt werden mussten, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Statt einer Prozession mit mehreren tausend Pilgern fand nur ein Gottesdienst mit wenigen geladenen Gästen statt. Auch Schulen und Geschäfte blieben geöffnet, anders als sonst am Blutfeiertag.

Proben für Corona-Tests werden einem Labor für die weitere Untersuchung vorbereitet. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Proben für Corona-Tests werden einem Labor für die weitere Untersuchung vorbereitet. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Walldürn ist einer der größten Wallfahrtsorte Deutschlands. Der Gedenktag geht auf ein Blutwunder aus dem Jahre 1330 zurück. Während der vier Wochen langen Hauptwallfahrtszeit strömten im vergangenen Jahr nach Angaben der Stadt 40 000 Pilger in den Ort.

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Erstellt:
18. Juni 2020, 17:57 Uhr

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