Erzieher wegen mutmaßlichen Kindesmissbrauchs in Haft

dpa/lsw Rastatt. Weil er mindestens zehn Kinder sexuell teils schwer missbraucht haben soll, ist der Erzieher eines katholischen Kindergartens im Raum Rastatt in Untersuchungshaft gekommen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilten, steht der 50-Jährige im Verdacht, sich von 2017 bis 2020 an Jungen und Mädchen zwischen drei und sechs Jahren vergangen zu haben.

Ein Polizist mit Handschellen und einer Pistole am Gürtel steht vor einem Streifenwagen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Ein Polizist mit Handschellen und einer Pistole am Gürtel steht vor einem Streifenwagen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Eines der Kinder hatte sich Anfang des Jahres seiner Mutter anvertraut. Diese informierte im Juli die Kindergartenleitung. Der Einrichtungsträger stellte den Mann frei und erstattete im August Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft stellte Anfang September einen Haftantrag. Der Mann bestreitet die Vorwürfe.

Das erzbischöfliche Ordinariat und alle Einrichtungen der Erzdiözese nähmen derartige Vorwürfe sehr ernst und ergriffen alle notwendigen Schritte, teilte das Erzbistum Freiburg am Mittwoch mit. Externe Missbrauchsbeauftragte überprüften in solchen Fällen alle Vorwürfe und stünden den Betroffenen zur Seite.

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Erstellt:
9. September 2020, 15:53 Uhr

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