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„Es war Liebe auf den ersten Blick“

Ehepaar Bertsch aus Backnang feiert diamantene Hochzeit – Treffen bei einer Waldversammlung

Haben bereits zehn Enkel und vier Urenkel: Lisbeth und Martin Friedrich Bertsch. Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Haben bereits zehn Enkel und vier Urenkel: Lisbeth und Martin Friedrich Bertsch. Foto: A. Becher

Von Hans-Christoph Werner

BACKNANG. Bei einer sogenannten Waldversammlung der Evangelisch-methodistischen Kirche in der Nähe von Kleinaspach haben sie einander im Jahr 1956 zum ersten Mal getroffen. Martin Friedrich Bertsch aus Backnang-Waldrems strahlte beim gegenseitigen Begrüßen der Gottesdienstteilnehmer Lisbeth Weber aus Steinheim an. Und sie spürte: Das ist der Mann meines Lebens. Im Rückblick sagt sie heute: „Es war Liebe auf den ersten Blick.“

Auf verschiedenen Freizeiten des damaligen Gemeindepastors Walter Fritz lernten sich die Frischverliebten näher kennen. Auch besucht haben sich die beiden gegenseitig. Ob hin oder her, man bewältigte die Strecke zwischen Steinheim und Backnang mit dem Fahrrad. Zwei Jahre währte solches Kennenlernen. Erst dann, so gibt Lisbeth Bertsch an, habe er sie gefragt, ob sie seine Frau werden wolle. Und erst dann gab’s auch den ersten Kuss. An Pfingsten 1959 verlobten sich die beiden, im Oktober darauf wurde geheiratet. Die Trauung fand in der Zionskirche in Backnang statt. Einige Monate wohnte das junge Paar in Steinheim, dann aber in Waldrems, erst in der Tauberstraße und seit 2006 im Wutachweg.

Martin Friedrich Bertsch hat das Malerhandwerk erlernt. Im Jahr 1962 legte er die Meisterprüfung ab. Zwölf Jahre später übernahm er den Betrieb des Vaters. Lisbeth Bertsch hat in Ludwigsburg eine Ausbildung zur Kontoristin gemacht, dann ihren Ehemann bei allen Büroarbeiten in der Malerwerkstatt unterstützt. Dazu waren die beiden Töchter Margit und Annedore sowie der Sohn Tobias zu betreuen. Familie ist freilich für das Ehepaar Bertsch nicht bloß Mühe und Arbeit, sondern auch Quelle großer Freude. Immer donnerstags in der Woche war Familienessen. Für zehn bis zwölf Leute hat Lisbeth Bertsch oft gekocht. Die wachsende Familie rückte an, aber auch Mitarbeiter der Malerwerkstatt waren dabei. Und die Kinder – mittlerweile haben die Bertschens zehn Enkel und vier Urenkel – haben es den Eltern herzlich gedankt.

Da die Familie jahrelang gern Urlaub auf Rügen gemacht hatte, wurden die Eltern und Großeltern im Jahr 2015 von den Kindern und Enkeln zu einem gemeinsamen Urlaub mit der Großfamilie eingeladen. Urlaub auf der allen bekannten Ostseeinsel. Ansonsten war das Leben des Ehepaars Bertsch ganz von ihrem Engagement in der methodistischen Gemeinde geprägt. Im Chor haben sie gemeinsam gesungen, im Posaunenchor hat Martin Friedrich Bertsch fast 70 Jahre die verschiedensten Blasinstrumente gespielt.

Und natürlich war da auch der Hauskreis. So ergaben sich viele Kontakte zu anderen Gemeindegliedern. Lisbeth Bertsch sagt: „Dass wir im Glauben an Jesus Christus gemeinsam unseren Weg gehen konnten, hat unsere Ehe und unser Familienleben glücklich, gut und dankbar sein lassen. In Höhen und Tiefen wurden wir begleitet.“ Mit dem eigenen Betrieb reichlich ausgelastet, haben die Bertschens aber nie den Sonntag angetastet. An diesem Tag wurde nichts für den Betrieb getan. Es gilt vielmehr: „Unser Vater im Himmel hat uns reich gesegnet mit Arbeit, davon wir leben und geben konnten.“ Und Lisbeth Bertsch fügt hinzu: „Wir leben im eigenen Haus in einer wunderschönen Gegend in Backnang-Waldrems.“

Die Feier zu ihrem besonderen Ehejubiläum hat, wenn diese Zeilen erscheinen, bereits stattgefunden. Ein musikalischer Gottesdienst mit Chor und Posaunenchor ist’s gewesen. Mit anschließendem Mittagessen und Kaffeetrinken. Die Bertschens mussten sich um nichts kümmern. Das Jubiläumsfest haben die Kinder und Enkelkinder ausgerichtet.

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Erstellt:
23. Oktober 2019, 16:00 Uhr

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