Etliche Anrufe von falschen Polizisten

Betrüger wollen Bargeld und anderes Vermögen „in Sicherheit bringen“.

Die (richtige) Polizei versucht auf unterschiedliche Weise, Senioren vor Betrügern zu warnen. So sollen Warnhinweise auf Bäckertüten ältere Menschen auf die Gefahren hinweisen. Solche Tüten gegen Abzocke zum Beispiel wurden im September vorgestellt und in Umlauf gebracht. Foto: B. Büttner

© Benjamin Büttner

Die (richtige) Polizei versucht auf unterschiedliche Weise, Senioren vor Betrügern zu warnen. So sollen Warnhinweise auf Bäckertüten ältere Menschen auf die Gefahren hinweisen. Solche Tüten gegen Abzocke zum Beispiel wurden im September vorgestellt und in Umlauf gebracht. Foto: B. Büttner

BACKNANG/FELLBACH (pol). Beim Polizeirevier Fellbach sind am Montag zahlreiche Anzeigen von Geschädigten eingegangen, die Anrufe von falschen Polizeibeamten erhalten hatten. In den vergangenen Wochen kam es im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Aalen zu einer Vielzahl solcher Anrufe von Betrügern. Die Täter geben in ihren Anrufen vor, von der Polizei beziehungsweise der Kriminalpolizei zu sein und dass es in der Nachbarschaft der Angerufenen zu Einbrüchen gekommen sei. Mit dem Vorwand, dass nun auch deren Hab und Gut gefährdet sei und dieses nur bei der Polizei sicher aufbewahrt werden könne, wollen die Betrüger eine Übergabe von Bargeld und anderem Vermögen erreichen. Bei den Anrufen am Montag blieb es glücklicherweise in allen Fällen beim Versuch und die betrügerischen Absichten wurden von den Angerufenen durchschaut.

Jüngere sollten ihre Senioren immer wieder vor Betrugsmasche warnen.

Aus gegebenem Anlass weist die Polizei erneut darauf hin, bei solchen Anrufen entsprechend misstrauisch zu sein, im Zweifelsfall das Gespräch zu beenden und anschließend selbst die Polizei anzurufen. Hierbei darf jedoch nicht die eventuell im Display des Telefons angezeigte Nummer des vorherigen Anrufers benutzt werden, sondern die tatsächliche Rufnummer der zuständigen Polizeidienststelle oder auch die Notrufnummer 110. Auch sollten jüngere Angehörige ihre lebensälteren Verwandten immer wieder auf die Betrugsmasche aufmerksam machen und sie zur Vorsicht anhalten.

Weitere Informationen zum Betrugsphänomen „Falscher Polizeibeamter“ sowie zu weiteren Betrugsarten und auch Tipps, wie man sich gegen Betrüger schützen kann, finden sich auf den Internetseiten der polizeilichen Kriminalprävention unter www.polizei-beratung.de oder können bei jeder Polizeidienststelle erfragt werden.

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Erstellt:
17. November 2020, 09:46 Uhr

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