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Etwas mehr Unfälle, aber weit weniger Tote

Die Unfallstatistik 2019 des Polizeipräsidiums Aalen weist einen deutlichen Rückgang der tödlichen Ereignisse im Verkehr auf

Symbolfoto: Gerhard Seybert - stock.adobe.com

© Gerhard Seybert - stock.adobe.com

Symbolfoto: Gerhard Seybert - stock.adobe.com

Von Bernhard Romanowski

AALEN. Teil der polizeilichen Jahresstatistik 2019, die gestern auch vom Polizeipräsidium Aalen veröffentlicht wurde, sind auch immer die Zahlen und Fakten aus dem Verkehr und damit verbundenen Unfällen. In weiten Teilen entsprechen die Unfallzahlen von 2019 im Aalener Präsidiumsbereich dem landesweiten Trend.

Insgesamt wurden im Jahr 2019 im Zuständigkeitsbereich der Aalener Polizeibehörde 27132 Verkehrsunfälle (Vorjahr 25494) durch die Polizei aufgenommen. Dies entspricht einer Steigerung um 6,4 Prozent (landesweit plus 1,2 Prozent). Im Rems-Murr-Kreis stieg die Unfallrate mit 12562 Fällen (Vorjahr 12208) um 2,9 Prozent an. Auf den Bundesautobahnen im Bereich des Polizeipräsidiums Aalen waren im Jahr 2019 mit 796 Fällen gegen den Landestrend mehr Unfälle als im Vorjahr (753) zu verzeichnen. Dies entspricht einem Anstieg um 5,7 Prozent. Die Unfallzahlen mit Personenschaden stiegen entgegen dem Landestrend (minus 2,8 Prozent) um 2,8 Prozent leicht an. Im Rems-Murr-Kreis stieg die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden von 1217 auf 1229 (plus 1,0 Prozent). Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang sank von 48 auf 25 (minus 47,9 Prozent) im Bereich des Aalener Polizeipräsidiums. Landesweit war ein Anstieg um 0,2 Prozent zu verzeichnen. Im Rems-Murr-Kreis fiel der Unterschied von 18 tödlichen Verkehrsunfällen im Jahr 2018 auf sieben solcher Unfälle (minus 61,1 Prozent) am deutlichsten aus. 2019 kamen dabei 8 Menschen ums Leben, 2018 waren 20 Tote zu beklagen gewesen. Bei der Beteiligung von Motorrädern wurde ein deutlicher Rückgang von 11 auf 6 (minus 45,5 Prozent) tödliche Verkehrsunfälle registriert.

Im Rems-Murr-Kreis sank 2019 die Zahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinwirkung um 8,8 Prozent

Die häufigste Hauptunfallursache bei tödlichen Verkehrsunfällen im gesamten Präsidiumsbereich war mit einem Anteil von 64 Prozent die Geschwindigkeit. Verkehrstüchtigkeit und Überholen waren jeweils mit 16 Prozent die weiteren Hauptunfallursachen. „Vorfahrt“ sowie Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren folgen mit einer Häufigkeit von 8 Prozent. Der Abstand war bei 4 Prozent die Unfallursache. Geschwindigkeit und Abstand waren auch die Hauptunfallursachen beim tödlichen Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn. Die Anzahl der Verkehrsunfälle, bei denen Motorradfahrer beteiligt waren, stieg im Jahr 2019 im Präsidiumsbereich entgegen dem landesweiten Trend (minus 12,3 Prozent) um 3,2 Prozent auf 454 (Vorjahr 440). 258 Verkehrsunfälle wurden von den Motorradfahrern selbst verursacht – plus 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (245). Die Zahl der Motorradunfälle mit Personenschaden stieg auf 371 (plus 2,8 Prozent). Die Anzahl der dabei von Motorradfahrern verursachten Unfälle stieg um 10,3 Prozent auf 235 (Vorjahr 213) ebenfalls an. Trotz der steigenden Anzahl von Unfällen mit Personenschaden war im Jahr 2019 ein deutlicher Rückgang bei der Zahl der Getöteten auf 6 (Vorjahr 11) und somit um 45,5 Prozent zu verzeichnen. Von den 6 Motorradunfällen mit tödlichem Ausgang ereigneten sich 3 (2018: 4) im Rems-Murr-Kreis. Die Hauptunfallursache bei von Motorradfahrern verursachten Unfällen war überwiegend Geschwindigkeit (Anteil 64 Prozent). An zweiter Stelle folgte mit 15 Prozent der Abstand und mit 10 Prozent die Ursache Überholen.

Im Präsidiumsbereich Aalen kam es im Jahr 2019 zu 1069 (Vorjahr 1067) Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Lastwagen. Dies bedeutete gegenüber 2018 einen leichten Anstieg um 0,2 Prozent. Im Rems-Murr-Kreis kam bei 400 (Vorjahr 422) Verkehrsunfällen unter Beteiligung eines Lasters niemand um (Vorjahr 4 Personen), 10 Beteiligte (Vorjahr 16) wurden schwer und 64 (78) leicht verletzt. Im Jahr 2019 wurden präsidiumsweit 574 (584) Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Radfahrern registriert. Ein Radler verlor dabei das Leben (Vorjahr 5). Insgesamt wurden 104 (125) Radfahrer schwer und 402 (391) leicht verletzt. Im Aalen Präsidiumsbereich ereigneten sich 179 (2018: 135) Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Pedelecs und E-Bikes. Dabei kam kein Radfahrer ums Leben (Vorjahr: eine Person), 56 (38) wurden schwer verletzt und 108 (85) Radfahrer wurden leicht verletzt. Im Rems-Murr-Kreis wurden 88 (76) Verkehrsunfälle aufgenommen, an denen E-Bikes oder Pedelecs beteiligt waren. 24 (22) Fahrer von Pedelecs oder E-Bikes wurden schwer verletzt, 54 (44) wurden leicht verletzt.

Im Rems-Murr-Kreis nahm die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinwirkung um 8,8 Prozent von 181 auf 165 ab. Dabei wurde wie im Vorjahr eine Person getötet. 20 (27) Personen wurden schwer und 52 (56) leicht verletzt. Die Zahl der Unfälle unter Drogeneinfluss im Rems-Murr-Kreis lag 2019 bei 32 (16). Die meisten Verkehrsunfallfluchten im Präsidiumsbereich wurden mit 2827 Fällen (Vorjahr 2801) im Rems-Murr-Kreis registriert.

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Erstellt:
3. April 2020, 06:00 Uhr

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