Militäraktion der USA
EU-Behörde: Fluggesellschaften sollten iranischen Luftraum meiden
Die EU-Flugsicherheitsbehörde Easa rät Airlines, den iranischen Luftraum komplett zu meiden. Hintergrund sind mögliche US-Militärangriffe im Iran.
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Die EU-Flugsicherheitsbehörde Easa rät Airlines, den iranischen Luftraum komplett zu meiden (Archivfoto).
Von red/AFP
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (Easa) hat Fluggesellschaften zur Vermeidung des iranischen Luftraums aufgerufen. In einer Mitteilung an die Unternehmen empfahl die Easa am Freitagabend, nicht "im iranischen Luftraum" zu fliegen, dies gelte "für jede Flughöhe".
Die EU-Behörde begründete ihre Warnung mit "der aktuellen Situation und der Möglichkeit einer Militäraktion der USA, aufgrund derer die iranische Luftabwehr in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt" worden sei. Es gebe derzeit eine "erhöhte Gefahr" von Fehlern bei der Identifikation im iranischen Luftraum.
Aufgrund der US-Drohungen mit einem Militäreinsatz gegen den Iran hatten die deutschen Luftfahrtbehörden bereits am Donnerstag empfohlen, den iranischen Luftraum zu meiden. Ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass eine Sicherheitsempfehlung ausgesprochen worden sei, den iranischen Luftraum bis zum 10. Februar nicht zu überfliegen. Diese Empfehlung sei im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums veröffentlicht worden.
Trump droht Teheran mehrfach mit einem Eingreifen
Angesichts der Massendemonstrationen gegen die Führung im Iran und der brutalen Niederschlagung der Protestbewegung durch die Sicherheitskräfte hatte Trump Teheran mehrfach mit einem Eingreifen gedroht. Menschenrechtsgruppen zufolge wurden bei den Protesten tausende Demonstranten durch iranische Sicherheitskräfte getötet.
Aktuell hält Trump sich mit einer militärischen Intervention zurück. Am Mittwoch sagte er, er habe aus "zuverlässiger Quelle" erfahren, dass "die Tötungen im Iran aufhören". Am Freitag sprach Trump der iranischen Führung seinen Dank für die Absage von geplanten Hinrichtungen aus.
Trump wies zudem Äußerungen aus der Golfregion zurück, wonach Saudi-Arabien, Katar und Oman ihm einen Angriff auf den Iran ausgeredet hätten. Es sei das Vorgehen des Iran gewesen, das ihn beeinflusst habe, sagte Trump vor Journalisten.
Die Proteste im Iran hatten Ende Dezember begonnen. Sie entzündeten sich zunächst an der schlechten Wirtschaftslage, weiteten sich dann aber rasch zu einer Massenbewegung gegen die religiöse und politische Führung der Islamischen Republik aus. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden tausende Menschen getötet und mehr als 10.000 weitere festgenommen.
