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EU-Grenzwert wird nicht überschritten

Dreimonatige Stickstoffdioxid-Messung an der Hauptstraße in Oppenweiler ist ausgewertet  –  Station ist abgebaut

Die Stickstoffdioxid-Sondermessstation in Oppenweiler hat keine alarmierenden Werte ergeben und wird daher nicht dauerhaft installiert. Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Die Stickstoffdioxid-Sondermessstation in Oppenweiler hat keine alarmierenden Werte ergeben und wird daher nicht dauerhaft installiert. Foto: A. Becher

Von Lorena Greppo

OPPENWEILER. Die Sondermessung der Stickstoffdioxidwerte (NO2) in der Hauptstraße in Oppenweiler hat keine Grenzüberschreitung ergeben. Das hat die zuständige Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) gestern mitgeteilt. Oppenweiler war deshalb als ein Standort für die Sondermessung ausgewählt worden, weil das Verkehrsaufkommen im Ort sehr hoch ist. Da der Straßenverkehr Hauptemittent für Stickstoffdioxid ist, erschien es der LUBW wahrscheinlich, dass man auch hier erhöhte Werte vorfindet.

Von Jahresbeginn an hatte eine Messstation auf Höhe der Bushaltestelle „Post“ für drei Monate die NO2-Belastung ermittelt. Die daraus berechneten Mittelwerte zeigen eine Tendenz auf, ob der gesetzlich relevante Jahresmittelwert an den betreffenden Straßenabschnitten eingehalten werden kann. Nun wurden die Ergebnisse präsentiert.

Insgesamt ergab die Messung in Oppenweiler einen Mittelwert von 34 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³), der daraus abgeleitete Jahresmittelwert liegt laut LUBW zwischen 29 und 33 µg/m³. Damit liegt die B-14-Ortsdurchfahrt deutlich unter dem EU-Grenzwert. Die Messstation wird folglich nicht weiter betrieben. Bürgermeister Bernhard Bühler hat diese Nachricht nur bedingt erfreut aufgenommen. „Es hilft nix, die Straße muss trotzdem weg aus dem Ort“, befand er.

Handlungsdruck für eine Ortsumgehung der B 14 wäre größer bei hohen Messwerten

Dass die Schadstoffkonzentration nicht alarmierend hoch ist, sei natürlich gut für die Anwohner. „Wir wissen aber, dass die B14 eine große Belastung für den Ort ist und setzen alles daran, die Ortsumfahrung voranzutreiben“, erklärt er. Der neu aufgestellte Lärmaktionsplan hatte deutlich gemacht, wie stark Anwohner der Hauptstraße vom Verkehrsaufkommen gestört werden. „Der Handlungsdruck wäre größer geworden, wenn auch die Messwerte bedenklich gewesen wären.“

Neben Oppenweiler waren an 38 weiteren verkehrsnahen Messpunkten die Stickstoffdioxidwerte ermittelt worden, darunter auch die Neckarstraße in Waiblingen. „An 30 von 39 Messstellen liegen die Werte für Stickstoffdioxid deutlich unterhalb des geltenden Grenzwertes, das ist eine gute Nachricht für alle Anwohner“, fasst Eva Bell, Präsidentin der LUBW die Ergebnisse für das erste Vierteljahr zusammen. Überall dort wird die Messstation abgebaut. In Waiblingen lag der ermittelte Wert bei 35 µg/m³.

An drei Messstellen liegt der Wert knapp unterhalb des Grenzwertes. Hier wird die LUBW die Messungen mittels Passivsammler vorläufig fortführen, um sich ein besseres Bild von der Belastungssituation zu machen. Lediglich an sechs Messstellen wurden NO2-Konzentrationen oberhalb der Grenzwerte nachgewiesen. Diese Messstellen werden bis zum Jahresende weiter betrieben.

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Erstellt:
29. Juni 2019, 06:00 Uhr

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