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Euroairport bei Basel will Nachtflugverbot ausweiten

dpa Basel. Der Flughafen Euroairport zehn Kilometer westlich von Lörrach in Baden-Württemberg will das Nachtflugverbot zur Lärmreduzierung ausweiten. Alle geplanten Starts zwischen 23.00 und 24.00 Uhr sollen verboten werden, wie der Flughafenbetreiber am Mittwoch mitteilte. Auch die lärmtechnischen Anforderungen an die zwischen 22.00 und 06.00 Uhr eingesetzten Flugzeuge sollen verschärft werden. Die Anträge seien bei der französischen Zivilluftfahrtbehörde DGAC eingereicht worden.

Ein Flugzeug fliegt über Wohnhäuser. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Ein Flugzeug fliegt über Wohnhäuser. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Der Euroairport liegt sieben Kilometer nördlich von Basel nahe der deutschen Grenze auf französischem Gebiet. Er wird von der Schweiz und Frankreich gemeinsam betrieben.

Mit den neuen Regeln sollen 40 Prozent weniger Flugbewegungen in der Stunde vor Mitternacht stattfinden. Flugbewegungen gibt es nachts nur mit Ausnahmegenehmigungen, etwa bei Verspätungen. Die neuen Regeln könnten nach allen Abklärungen in etwa einem Jahr in Kraft treten.

Der Flughafen sei wegen der Corona-Pandemie in einer angespannten Situation. Ab Mitte Juni sollen wieder Passagiermaschinen fliegen, aber für das laufende rechnet der Flughafen mit einem Passagierrückgang um bis zu 80 Prozent im Vergleich zu 2019. In vergangenen Jahr hatte er mit 9,1 Millionen Passagieren einen Rekord erreicht. „Der Euroairport setzt alles daran, ohne staatliche Hilfe auszukommen“, teilte der Flughafenbetreiber mit. „Aktuell sind genügend finanzielle Mittel vorhanden.“

Ab 1. Juli sollen wieder etwa 80 Ziele angeflogen werden. Das entspreche rund 80 Prozent des ursprünglichen Netzwerks, sagte Flughafendirektor Matthias Suhr. Die mit 50 meisten Verbindungen wolle Easyjet anbieten. Allerdings seien die Zahlen mit Vorbehalt zu lesen. Easyjet hebe nur ab, wenn eine Mindestbelegung von 60 Prozent erreicht werde.

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Erstellt:
10. Juni 2020, 13:26 Uhr

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