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Evangelische Kirchen warnen vor Nationalismus in Krise

dpa/lsw Karlsruhe/Straßburg/Speyer. Die evangelischen Kirchen in Baden, der Pfalz und in Elsass-Lothringen haben in einer gemeinsamen Erklärung vor Nationalismus in der Corona-Krise gewarnt. „In Krisen und Angst suchen Menschen nach einfachen Erklärungsmustern und Schuldigen“, erklärten die leitenden Geistlichen, Christian Albecker (Straßburg), Jochen Cornelius-Bundschuh (Karlsruhe) und Christian Schad (Speyer), am Mittwoch. „Sie schließen in unserer Region an alte nationalistische Haltungen und Klischees an, die wir auf dem langen Weg der deutsch-französischen Versöhnung gehofft hatten, überwunden zu haben.“

Jochen Cornelius-Bundschuh spricht bei einem Gottesdienst. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

Jochen Cornelius-Bundschuh spricht bei einem Gottesdienst. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

Grenzen seien „Orte der Begegnung und der Zusammenarbeit, die Geschwisterlichkeit und Solidarität ermöglichen“, und keine „Orte, an denen Unterschiede zu Gleichgültigkeit, Beleidigung, Verachtung oder Hass führen“, betonten der Bischof und die Kirchenpräsidenten.

Die evangelischen Kirchen von Elsass-Lothringen, Baden und der Pfalz respektierten die Einhaltung der Maßnahmen, die von den für ihr Gebiet politisch Verantwortlichen getroffen werden, einschließlich der Grenzbeschränkungen, heißt es in der Erklärung. „Wir sind dankbar, dass in Baden-Württemberg und in anderen deutschen Bundesländern Patienten aus dem Elsass aufgenommen und behandelt wurden. Wir ermutigen dazu, noch stärker die bestehenden grenzüberschreitenden Strukturen zu nutzen, um bei der Infektionsbekämpfung und anderen Gesundheitsmaßnahmen zusammenzuarbeiten.“

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Erstellt:
22. April 2020, 14:02 Uhr

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