Ex-Bahnchef verlässt Herrenknecht-Aufsichtsrat für Oettinger

dpa Schwanau. Damit der frühere EU-Kommissar Günther Oettinger in den Aufsichtsrat des Tunnelbohrmaschinenherstellers Herrenknecht einziehen kann, räumt Ex-Bahnchef Rüdiger Grube das Feld. Der Wechsel werde zu Beginn des neuen Jahres wirksam, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag in Schwanau an der deutsch-französischen Grenze nahe Straßburg. Das Gremium hat zwölf Mitglieder, darunter ist als Vize-Vorsitzender der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Über die Personalie hatte zuerst die „Wirtschaftswoche“ berichtet.

Rüdiger Grube, damals Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bahn AG, aufgenommen während eines Interviews bei der dpa in Berlin. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild

Rüdiger Grube, damals Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bahn AG, aufgenommen während eines Interviews bei der dpa in Berlin. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild

Vor knapp einem Monat war bekanntgeworden, dass der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Oettinger (CDU) Mitglied im Aufsichtsrat wird. Herrenknecht gilt als Weltmarktführer für Tunnelbohrmaschinen. Das Familienunternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 5000 Mitarbeiter in gut 30 Ländern. Im Jahr 2019 gingen demnach Aufträge im Wert von über einer Milliarde Euro ein. Einen Namen machte sich Herrenknecht mit zahlreichen Großprojekten, darunter der Brenner Basistunnel oder das Bahnprojekt Stuttgart 21.

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Erstellt:
3. Dezember 2020, 11:22 Uhr

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