Roger Waters
Ex-„Pink Floyd“-Sänger sucht Stimme für Tribute Band
Roger Waters sucht für ein neues Pink-Floyd-Projekt seines Sohnes die passende Stimme – und startet dafür einen offenen Casting-Aufruf.
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Roger Waters während eines Auftritts im Palau Sant Jordi im Rahmen seiner "This is not a drill Tour".
Von Katrin Jokic
Roger Waters plant ein neues Musikprojekt – und setzt dabei auf die nächste Generation. Der 82-jährige Mitgründer von Pink Floyd hat angekündigt, gemeinsam mit seinem Sohn Harry Waters eine Tribute-Tour auf die Beine zu stellen. Unter dem Titel „Legacy: A Pink Floyd Show“ soll die Musik aus der erfolgreichsten Phase der Band sowie ausgewählte Solo-Stücke von Waters auf die Bühne gebracht werden.
Das Konzept trägt den Untertitel „The Father’s Legacy, the Son’s Band“ – und macht deutlich, worum es geht: Harry Waters, selbst Musiker und Keyboarder, hat bereits eine Band zusammengestellt. Was bislang fehlt, ist jedoch eine zentrale Komponente: ein Sänger.
In einem Beitrag in den sozialen Medien erklärt Waters, dass genau diese Stimme noch gesucht wird. „Harrys Band fehlt eine Sache: die Stimme, die ich hatte, als ich jung war“, schreibt er. Gesucht werde jemand, der sowohl die ruhigen als auch die kraftvollen Passagen klassischer Pink-Floyd-Songs überzeugend interpretieren kann – von den leisen Tönen in „Comfortably Numb“ bis hin zu den intensiven Ausbrüchen in „Don’t Leave Me Now“.
Interessierte können sich ab sofort bewerben. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. April über die Website von Harry Waters. Geplant ist, dass die Tour im Februar 2027 startet.
Roger Waters zählt zu den prägenden Figuren der Rockgeschichte. Geboren 1943 in England, war er Mitgründer von Pink Floyd und entwickelte die Band insbesondere zwischen 1976 und seinem Ausstieg 1985 maßgeblich weiter. Alben wie „The Wall“ gehören bis heute zu den erfolgreichsten Veröffentlichungen der Musikgeschichte. Auch als Solokünstler blieb Waters aktiv, wenn auch mit geringerem kommerziellem Erfolg.
In den vergangenen Jahren sorgte er zudem immer wieder für politische Kontroversen, unter anderem durch seine Unterstützung der BDS-Bewegung und seine Positionen zu internationalen Konflikten.
Mit dem geplanten Tribute-Projekt rückt nun wieder die Musik in den Mittelpunkt – und gleichzeitig ein Generationswechsel: Während der Vater das Erbe definiert hat, soll der Sohn es auf die Bühne bringen. Die entscheidende Frage bleibt jedoch offen: Wer wird die Stimme dieser Show?
