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Experte über Nachtleben: Hoffnung ruht auf Mittelstädten

dpa Frankfurt/Main. Während auf Ibiza oder in Asien und Südamerika gigantische Clubs und Open-Air-Arenen die Ausgeh-Kultur beleben, kämpft Deutschland eher gegen ein Club-Sterben. Das sagt der Frankfurter Kulturwissenschaftler Christian Arndt, der Anfang des Jahres das Buch „Electronic Germany - DJs, Klänge, Clubkultur“ herausgebracht hat.

„Die Gründe für den vermeintlichen Niedergang sind mannigfaltig, nicht zuletzt auch die Konkurrenz der Entertainment-Optionen spielt hier eine Rolle: Wer in einer Nacht eine ganze Staffel seiner Lieblingsserie auf Netflix oder sonst wo guckt, der geht nicht aus“, sagt Arndt. Auch E-Sports-Liebhaber neigten wahrscheinlich weniger zum Ausgehen in einen Club.

Arndt sagt: „Die Gentrifizierung, hohe Mieten und strenge Auflagen sorgen in vielen Städten dafür, dass nichts mehr oder nur noch wenig geht.“ Seine Hoffnung ruhe auf Städten wie Leipzig, aber auch Stuttgart oder auch Kassel. Außerdem: „In den Mittelstädten ist das Publikum oft aufgeschlossener, auch namhafte DJs kommen gerne hierher. Auch im Rhein-Ruhr-Gebiet hat Techno noch immer viele Fans.“

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Erstellt:
19. Juli 2019, 06:26 Uhr

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