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Expertin zum Weltbienentag: „Wilde Ecke im Garten lassen“

dpa/lsw Stuttgart. Zum Weltbienentag am 20. Mai ruft der Naturschutzbund Nabu im Südwesten zu einem besseren Schutz der Wildbienen auf. Um Lebensräume für die Wildbiene zu schaffen, könnten Menschen in ihrem eigenen Garten „eine wilde Ecke lassen, Laubhaufen liegen lassen, die Natur einfach mal machen lassen“ sagte Wildbienenexpertin Sabine Holmgeirsson am Montag in Stuttgart. Nisthilfen, die an der Hauswand angebracht werden - sogenannte Insektenhotels - seien etwa gut, um die Insekten beobachten zu können. Weil rund 70 Prozent der Wildbienen jedoch im Boden nisten, sei es allerdings wichtiger, mehr auf Schottergärten und gepflasterte Böden zu verzichten.

Eine Gehörnte Mauerbiene, eine Wildbiene, krabbelt auf einem Holz. Foto: Peter Zschunke/dpa/Archivbild

Eine Gehörnte Mauerbiene, eine Wildbiene, krabbelt auf einem Holz. Foto: Peter Zschunke/dpa/Archivbild

Die Rolle der Wildbiene für die Bestäubung unserer Früchte werde oftmals vergessen und ihre Bestände verschwinden oft unbemerkt, erklärte Holmgeirsson in einer Mitteilung. Die Honigbiene, welche von Imkern gepflegt und gefüttert werde, sei weniger stark vom Bienensterben betroffen, als ihre „wilden Verwandten“. In Baden-Württemberg gebe es mehr als 460 verschiedene Wildbienenarten. „Wir brauchen diese Vielfalt summender Bestäuberinnen. Mit Schmetterlingen, Fliegen, Käfern und Ameisen sind sie unentbehrlich für die Bestäubung unserer Nutz- und Wildpflanzen.“

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Erstellt:
18. Mai 2020, 12:42 Uhr

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