Ausbruch in Afrika
Familie des Ebola-Patienten soll nach Berlin kommen
Ein Amerikaner, der sich im Kongo mit dem Ebola-Virus angesteckt hat, wird in einer Isolierstation der Berliner Charité behandelt. Seine engsten Angehörigen sollen nun folgen.
© Moses Sawasawa/AP/dpa/Moses Sawasawa
Eine Frau verfolgt, wie Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Schutzanzügen den Sarg eines an Ebola Verstorbenen aus einem Gesundheitszentrum in Rwampara, Kongo, tragen.
Von red/dpa
Nach der Aufnahme eines Ebola-Patienten in der Berliner Charité sollen auch die Familienangehörigen des US-Amerikaners nachkommen. Seine Ehefrau und vier Kinder sollen ebenfalls in die Sonderisolierstation des Universitätsklinikums gebracht werden, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte. Hintergrund sei ein entsprechendes Hilfeersuchen der US-Behörden.
Der Amerikaner hatte sich in der Demokratischen Republik Kongo mit dem Ebola-Virus angesteckt. Er wurde nach einem vorherigen Ersuchen der USA an die Bundesregierung zur Behandlung nach Berlin ausgeflogen. Am frühen Morgen war der Mann in der geschützten Isolierstation der Charité aufgenommen worden. Dort ist seine Versorgung mittlerweile angelaufen. Auch die Familienangehörigen des Patienten hatten sich zuvor im Kongo aufgehalten.
Die Sonderisolierstation der Charité auf dem Campus Virchow-Klinikum ist eine geschlossene und geschützte Einheit getrennt vom regulären Klinikbetrieb, so dass kein Kontakt zu anderen Patientinnen und Patienten entstehen kann. Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen.
