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Farbspiele so weit das Auge reicht

Sommerzeit ist auch Fotografierzeit für die Blende

In der Urlaubszeit bietet es sich an, nicht nur Fotos fürs private Album aufzunehmen, sondern auch ganz gezielt Motive zu einem unserer Blende-Themen zu suchen. Bis zum Einsendeschluss am 30. September haben Amateurfotografen Zeit, sich mit den Themen „Aus der Frosch- und Vogelperspektive“, „Farbspiele“ und „Das bewegt mich“ (Jugendthema) zu beschäftigen.

„Göttlich“: Diesen Titel hat sich Frank Hausdörfer für sein Foto zum Thema „Farbspiele“ ausgedacht. Ein Bild voller Poesie und Rätsel.

„Göttlich“: Diesen Titel hat sich Frank Hausdörfer für sein Foto zum Thema „Farbspiele“ ausgedacht. Ein Bild voller Poesie und Rätsel.

Von Ingrid Knack

BACKNANG. Blende ist die bundesweite Gemeinschaftsaktion von über 50 Tageszeitungen, darunter die Backnanger Kreiszeitung, und der Prophoto GmbH für alle Amateurfotografen. Mit „Blende 2018“ geht der deutsche Tagesleser-Fotowettbewerb in die 44. Runde. Damit zählt Blende zu den Fotowettbewerben mit Kultstatus. Rund 80000 Wettbewerbsbeiträge gehen jährlich zum deutschlandweiten Fotocontest ein. Aber nicht nur hinsichtlich der Einsendungen punktet Blende und belegt eine Spitzenposition. Herausragend sind die Bildqualitäten und die Interpretationsfreude der Teilnehmer zu den jährlich wechselnden thematischen Vorgaben. Hier ein paar Tipps, wie man erfolgreich bei Blende 2018 teilnimmt.

Auch, wenn sich möglicherweise in Ihrem Bildarchiv bereits tolle Aufnahmen zu unseren Themen befinden, sollten sie auf Fotopirsch gehen. Denn alte Kamellen sind bei Blende nicht zugelassen. Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge müssen im Zeitraum ab Januar 2017 bis heute aufgenommen worden sein. Außerdem: Die Art und Weise, wie Motive fotografisch in Szene gesetzt werden, unterliegt einem stetigen Wandel. Dieser folgt auch aktuellen Bildtrends, wodurch Archivaufnahmen dem visuellen Zeitgeist oftmals nicht mehr entsprechen und sprichwörtlich aus dem Raster fallen.

Motive wollen erobert werden. Das Aufnahmegerät – ob Smartphone oder Kamera – ist für den Erfolg bei Blende 2018 nicht hauptentscheidend, sondern der Blick des Fotografen für Motive. Diese sollten in besonderer Weise in Szene gesetzt werden.

Erzählen Sie Geschichten und geben Sie Ihren Emotionen einen Raum. Fotografieren ist mehr als nur den Auslöser zu betätigen, und Bilder sind so viel mehr als nur ein Abbild eines Moments. Erzählen Fotografien eine Geschichte und sind sie aufgeladen mit den Emotionen des Urhebers, dann stehen die Chancen gut, dass dieser es bei Blende auf das Siegertreppchen schaffen wird.

Holen Sie sich Anregungen in Fotobüchern und Fotozeitschriften. Sehen Sie sich beispielsweise auf www.prophoto-online.de/blende-galerie die Gewinnerbilder der vergangenen Jahre oder die Bildergalerie mit einer Auswahl an aktuellen Einsendungen an, die permanent eine Erweiterung erfährt. Lassen Sie sich inspirieren und setzen dann das Thema kreativ um, aber kopieren Sie nicht.

Machen Sie mehrere Aufnahmen von Ihren Motiven, auch aus verschiedenen Blickwinkeln – nicht jede Aufnahme ist ein Volltreffer.

Achten Sie auf die Kameraeinstellungen. Wählen Sie stets die höchste Bildqualität. Wenn Sie Erfahrung in der Bildbearbeitung haben – und nur dann – nehmen Sie Bilder im RAW-Format der Kamera auf. Wenn Sie zum Beispiel eine Landschaft als Panoramafoto aufnehmen möchten, können Sie das Panoramaformat der Kamera wählen. Sie können aber auch eines der normalen Bildformate verwenden (4:3 oder 3:2) und später bei der Bildbearbeitung den Ausschnitt entsprechend wählen.

Achten Sie auf den optimalen Bildausschnitt. Überflüssiges Drumherum mindert die Wirkung. Das Motto sollte stets lauten: Konzentration auf das Wesentliche. Das gelingt auch durch das bewusste Spiel mit Schärfe und Unschärfe.

Die fotografische Komfortzone zu verlassen, ist schon die halbe Miete. Seien Sie als Fotograf beweglich – spielen Sie mit dem Kamerastandpunkt. Dazu gehört auch, sich hinzuknien oder gar auf den Bauch oder Rücken zu legen. Und gehen Sie trotz Zoomoptik auf Ihr Motiv zu, wenn es das zulässt.

Manchmal ergeben unübliche Bildformate die besten Ausschnitte. Wechseln Sie bei der Aufnahme auch zwischen Quer- und Hochformat und entscheiden Sie später, welches Format die Bildaussage besser unterstreicht. Absolut angesagt ist gerade das quadratische Bildformat.

Wenn Sie die Bilder bearbeiten, verwenden Sie dazu immer Kopien. Verändern Sie niemals Originaldateien – ein falscher Klick und sie sind zerstört!

Bildbearbeitung sollte nie einem Selbstzweck folgen, sondern stets Mittel zum Zweck sein. Bei Bedarf sollten Sie die wichtigsten Bildkorrekturen in einem Bildbearbeitungsprogramm vornehmen: Entfernen Sie rote Augen sowie Farbstiche und optimieren Sie den Kontrast und die Helligkeit der Bilder. Für alle diese Verbesserungen gibt es einfache Hilfsmittel oder sogar vollautomatische Korrekturfunktionen. Geben Sie während der Bearbeitung sogenannten verlustfreien Dateiformaten den Vorzug. Solche sind beispielsweise TIFF oder BMP. Wechseln Sie erst vor einer Online-Einreichung der Bilder bei Blende zum komprimierten Dateiformat JPEG (jpg). Wählen Sie dabei eine hohe Qualitätsstufe (entspricht geringer Kompression).

Effektfilter können das i-Tüpfelchen bedeuten

Effektfilter erhöhen Ihre fotografischen Möglichkeiten. Wie so oft in der Fotografie ist weniger oftmals mehr. So kann es ratsam sein, den Kontrastumfang anzuheben. Oder wie wäre es mit HDR? Immer mehr Kameras ermöglichen direkte HDR-Aufnahmen mittels einer Belichtungsreihe. Bei manchen Motiven bietet es sich auch an, die Farbinformationen zu verwerfen und ein Schwarz-Weiß-Foto anzulegen. Dieses kann dann zum Beispiel auch sepiafarben getönt werden.

Achten Sie – außer es sind Fehlfarben gewünscht – auf eine natürliche Farbwiedergabe. Dabei ist es wichtig, die richtige Farb- und Kontrastdarstellung des Monitors einzustellen. Besser noch ist es, den Monitor zu kalibrieren. Dazu gibt es Hilfsmittel im Handel. Betrachten Sie die Wirkung der Bilder auch nach dem Hochladen im Internet.

Bei der Blende-Online-Teilnahme ist es wichtig, dass Sie auf die Ausgabegröße achten. Die Fotos müssen im Dateiformat JPEG im Farbraum RGB mit einer maximalen Dateigröße von acht Megabyte eingereicht werden. Dabei muss die kürzeste Seite mindestens 800 Pixel lang sein und die längste Seite darf maximal 4000 Pixel lang sein.

Überschreiten Ihre Wettbewerbsbeiträge bei Ihrer Online-Teilnahme die maximale Dateigröße, müssen Sie Ihre Aufnahmen (bitte immer an der Kopie) herunterrechnen. Mit jedem Bildbearbeitungsprogramm kann die Bildgröße verringert werden. Zum Beispiel bei Photoshop hat man die Option, die Verkleinerung über die Pixelmaße oder über die Dokumentengröße vorzunehmen. Erfolgt in einem Feld die Zahlenänderung, so rechnet das Programm automatisch die zweite Kantenlänge aus. Wichtig ist, dass die Proportionen beibehalten werden, denn sonst wird das Motiv gestaucht oder gezerrt. Das Bild anschließend unter dem neuen Namen speichern und über das Blende-Online-Tool zum laufenden Wettbewerb hochladen.

Wenn Sie sich mit Papierbildern dem Wettstreit bei Blende stellen, dann senden Sie diese nicht in einer kleinen Größe ein (Adresse: Backnanger Kreiszeitung, Postgasse 7, 71522 Backnang). Ein größerer Abzug ist immer wirkungsvoller als ein 9×13-Zentimeter-Bild. Verwenden Sie hochwertiges Fotopapier – wie zum Beispiel Fine-Art-Papier – oder bestellen Sie Abzüge in höchster Qualität.

Wenn Sie Bilder von Menschen zum Wettbewerb einreichen, so müssen Sie beachten, dass die Menschen auf den Fotos ein sogenanntes Recht am eigenen Bild haben. Das heißt, Sie benötigen die Erlaubnis dazu, diese Bilder einzusenden – bei Kindern die Erlaubnis der Eltern. Davon ausgenommen sind mehrere Menschen in einer großen Gruppe oder Prominente in der Öffentlichkeit.

Farbspiele so weit das Auge reicht

© Bernd

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Erstellt:
21. März 2019, 10:16 Uhr

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