Fast drei Milliarden Euro Corona-Hilfen für die Wirtschaft

dpa/lsw Karlsruhe. Die L-Bank hat 2020 fast drei Milliarden Euro an Corona-Hilfen an die Südwest-Wirtschaft ausgezahlt. „Die Corona-Krise ist eine Krise, die den Namen wirklich verdient“, sagte Vorstandsvorsitzende Edith Weymayr am Freitag in Karlsruhe. Weite Teile des Mittelstands waren auf konjunkturelle Einbrüche gut vorbereitet. Mit einer Eigenkapitalquote von 31,8 Prozent (Stand 2019) habe der breite Mittelstand in den letzten Jahren enorm an finanzieller Stabilität gewonnen (2009: 26,3 Prozent).

„Aber ein derartiger exogener Schock wie die Corona-Pandemie lässt sich in den unternehmerischen Planungen nicht abbilden. Für die Unternehmen besonders betroffener Branchen war der Einbruch schnell existenzgefährdend.“ Insgesamt zahlte die Förderbank 2020 an mehr als 262 000 Unternehmen rund 2,8 Milliarden Euro an Corona-Hilfen von Programmen des Bundes und des Landes aus. Das vergangene Jahr sei von bisher nicht gekannten Turbulenzen geprägt gewesen. Neben Corona hätten auch die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen und der befürchtete Anstieg der Handelskosten durch einen ungeregelten Brexit die Investitionsentscheidungen der Unternehmen beeinflusst.

Insgesamt stellte die Staatsbank im vergangenen Jahr für die Unternehmen rund 6,3 Milliarden Euro an unterschiedlichsten Fördermitteln bereit - vom Existenzgründerdarlehen bis hin Geldern zur Finanzierung von Wachstum.

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Erstellt:
8. Januar 2021, 13:17 Uhr

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