Dreikönigstreffen in Stuttgart
FDP-Landeschef Rülke verspottet Özdemir mit Plüschvogel
Vogel-Vergleich als Seitenhieb: Özdemir schmücke sich im Landtagswahlkampf mit „fremden Federn“. Rülke teilt beim Dreikönigstreffen gegen den Grünen-Spitzenkandidaten aus.
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FDP-Landeschef Hans-Ulrich Rülke mit dem Plüschvogel
Von red/dpa
Plüschtiervogel und „fremde Federn“: FDP-Landeschef Hans-Ulrich Rülke hat sich beim traditionellen Dreikönigstreffen mit einem Kuscheltier über Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir lustig gemacht. Özdemir schmücke sich aus seiner Sicht mit „fremden Federn“, sagte Rülke in der Stuttgarter Oper. Er verglich Özdemir mit einer Krähe aus einer Fabel des Dichters Äsop.
So nehme Özdemir im Wahlkampf zur Landtagswahl im März Positionen anderer Parteien ein - teils entgegen denen seiner eigenen Partei. Als Beispiele nannte er das Jagdrecht, die Einführung einer Lkw-Maut auf Landstraßen, die Ermöglichung der Nutzung von Palantir-Software bei der Polizei oder die Flexibilität beim Verbrenner-Aus.
Äsop-Fabel als politischer Vergleich
In der Fabel würden der Krähe schließlich die falschen Federn wieder vom Leib gerissen. Mit Blick auf die Landtagswahl schloss er seinen Vergleich mit den Worten: „Es bleibt der gleiche hässliche Vogel“. Die Krähe werde „nicht Königin, weder bei Äsop noch in Baden-Württemberg“.
Bereits seit 1866 treffen sich Liberale aus dem Südwesten am Dreikönigstag in Stuttgart. Das Treffen hat sich zu einer FDP-Großveranstaltung mit bundespolitischer Bedeutung entwickelt. Am 8. März findet in Baden-Württemberg die Landtagswahl statt, zwei Wochen später wird in Rheinland-Pfalz gewählt.
