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FDP schließt Gudrun Wilhelm aus der Partei aus

Beschluss des Schiedsgerichts gilt auch für fünf weitere Mitstreiter

FDP schließt Gudrun Wilhelm aus der Partei aus

© Pressefotografie Alexander Beche

KIRCHBERG AN DER MURR/WAIBLINGEN (not). Das Landesschiedsgericht des FDP-Landesverbands hat laut einer Pressemitteilung des FDP-Kreisverbands Rems-Murr am 30. März seinen Beschluss im Schiedsgerichtsverfahren gegen Gudrun Wilhelm und fünf weitere Mitglieder gefasst. Nach diesem Beschluss werden Gudrun Wilhelm und die weiteren Mitglieder aus der FDP ausgeschlossen.

FDP-Landtagsabgeordneter Jochen Haußmann, der auch Vorsitzender des FDP-Kreisverbands ist, teilte gestern via Pressemitteilung mit: „Das Landesschiedsgericht führt in seiner Begründung aus, dass das Verhalten und das Ergebnis der Kandidatur auf einer konkurrierenden Liste eine so schwere Verfehlung und Schädigung der Partei darstellt, dass der Ausschluss gerechtfertigt ist. Gegen diesen Beschluss ist nach Paragraf 26 der Schiedsgerichtsordnung die Beschwerde an das Bundesschiedsgericht der Freien Demokratischen Partei zulässig.“

„Das ist der schlechte Stil des Verbands und des Vorsitzenden“

Gudrun Wilhelm war gestern von der Nachricht völlig überrascht, weil sie von offizieller Seite bislang noch nicht informiert wurde. Sie erklärte im Namen einiger Betroffener: „Wir sind uns einig, dass dies der schlechte Stil des FDP-Kreisverbands unter dem Vorsitz von Jochen Haußmann ist, Entscheidungen gleichzeitig mit Pressemitteilungen zu versenden. Keiner von uns hat bis jetzt eine Nachricht über einen Beschluss erhalten. Keinem von uns liegt ein Urteil des FDP-Landesschiedsgerichts vor.“ Wie es weitergeht, lässt Wilhelm offen. Sie schreibt: „Wir nehmen Stellung dazu, wenn uns das Urteil vorliegt.“ Betroffen von dem Ausschluss sind auch Axel Bauer, Ulrich Jeggle, Sabine Krautter und Charlotte Klinghoffer. Sie hatten zusammen mit anderen die Liste „Freie Kommunale Rems-Murr“ gegründet und waren bei der Regionalwahl angetreten. Rädelsführerin war Gudrun Wilhelm, die verärgert war, weil bei der Nominierung der FDP nur der zweite Listenplatz für sie übrig blieb.

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Erstellt:
6. April 2020, 06:00 Uhr

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