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Finanzverwaltung im Südwesten mit dunkler NS-Vergangenheit

dpa/lsw Stuttgart. Bei der Verfolgung von Juden während der NS-Zeit zwischen 1933 und 1945 hat die Finanzverwaltung der damaligen Länder Baden und Württemberg laut einer Studie eine bedeutsame Rolle gespielt. Die wissenschaftliche Untersuchung mache deutlich, dass die Oberfinanzdirektionen und die Finanzämter Teil der Judenverfolgung gewesen seien, sagte Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart. „Sie waren tief verstrickt in den Nationalsozialismus.“

Die Studie machte der Historiker Christoph Raichle von der Universität im Auftrag des Finanzministeriums. Die ausgewerteten Einzelfälle machten in bedrückender Weise deutlich, wie professionell und effizient die Finanzbeamtenschaft auch im Südwesten „funktionierte“, erklärte Raichle laut Mitteilung. „Auch Beamte, die nicht zu den fanatischen Parteiaktivisten zählten, machten sich so zu Werkzeugen einer Gewaltherrschaft, die ohne die Mitarbeit dieser vielen Verwaltungsexperten nie eine solche mörderische Effizienz entfaltet hätte.“

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Erstellt:
7. Juni 2019, 14:50 Uhr

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