Dübel-Hersteller

Fischer gründet Landesgesellschaft in Saudi-Arabien

Fischer expandiert: Mit einer eigenen Landesgesellschaft sind die Schwarzwälder nun im Königreich präsent. Das steckt dahinter.

Die neue Gesellschaft in Saudi-Arabien ist weltweit die 51. der Unternehmensgruppe aus dem Nordschwarzwald (Archivbild).

© Hassan Ammar/AP/dpa

Die neue Gesellschaft in Saudi-Arabien ist weltweit die 51. der Unternehmensgruppe aus dem Nordschwarzwald (Archivbild).

Von red/dpa/lsw

Angesichts gigantischer Bauprojekte in Saudi-Arabien ist die auf Befestigungstechnik spezialisierte Unternehmensgruppe Fischer nun mit einer eigenen Landesgesellschaft in dem Königreich vertreten. „Der Mittlere Osten ist für unser Unternehmen von großer Bedeutung“, erklärt Alexander Bässler, Vorsitzender der Fischer-Geschäftsführung.

Die Gesellschaft ist weltweit die 51. der Unternehmensgruppe aus Waldachtal im Nordschwarzwald. Sie hat ihren Sitz den Angaben zufolge in der Hauptstadt Riad. In drei weiteren Städten gebe es Standorte, in Dammam mit Produktion. „Die neue Gesellschaft stärkt - zusammen mit unseren Standorten in Dubai und im Oman - unsere Position in der Region“, sagt Bässler der Mitteilung zufolge.

„Historische Bauoffensive“

Mit mehr als 32 Millionen Einwohnern sei Saudi-Arabien die größte Volkswirtschaft der Region und mit 2,1 Millionen Quadratkilometern fast sechsmal so groß wie Deutschland, hieß es. Das Königreich sei gerade im Umbruch und stehe vor einer historischen Bauoffensive. „Saudi-Arabien ist ein wichtiger Markt für uns, daher sind wir nun mit einer eigenen Landesgesellschaft vertreten“, sagt Inhaber Prof. Klaus Fischer laut Mitteilung.

Die Schwarzwälder seien beispielsweise schon bei Großprojekten wie dem Jeddah Tower dabei, dem mit mehr als einen Kilometer künftig höchsten Gebäude der Welt. Beim neuen internationalen Flughafen Riad, einem wichtigen Luftdrehkreuz, würden Brandschutz-Lösungen von Fischer eingesetzt.

Vertrieb in rund 120 Länder

Fischer ist unter anderem für seine Dübel bekannt. Der Konzern vertreibt Produkte in rund 120 Länder und beschäftigt weltweit etwa 4.700 Menschen. Gesellschaften gibt es unter anderem auch in Brasilien, Japan, den USA, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Vietnam. Auch produziert wird international - etwa in Südamerika und China.

Das Jahr 2024 schloss die Gruppe mit einem Umsatzplus von einem Prozent auf 1,11 Milliarden Euro ab. Zahlen für das vergangene Jahr liegen noch nicht vor.

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Erstellt:
30. Januar 2026, 08:46 Uhr

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