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Flamenco fesselt Auge und Ohr

Paseo Flamenco Y Más begeistert im ausverkauften Kulturgut Hagenbach – Backnanger Gitarrist Siggi Renz als Wahl-Spanier

Moderner Flamenco mit Elementen aus Pop, Rock und Jazz: Die Berliner Gruppe Paseo Flamenco Y Más hat bei ihrem Gastspiel in der Werkstatt des Hofguts Hagenbach das Publikum mitgerissen – und das lag nicht nur an der Musik von Siegfried Renz, Ares Gratal und Antonio Moreno, sondern auch am Temperament von Tänzerin La Mona.

Tanzte mit großem Temperament: La Mona. Gitarrist Siegfried Renz riss mit seiner Formation Paseo Flamenco Y Más das Publikum mit. Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Tanzte mit großem Temperament: La Mona. Gitarrist Siegfried Renz riss mit seiner Formation Paseo Flamenco Y Más das Publikum mit. Foto: A. Becher

Von Klaus Seidensticker

BACKNANG. Die vierköpfige Gruppe Paseo Flamenco Y Más unter ihrem in Backnang geborenen Leiter und Gitarristen, Komponisten sowie Arrangeur Siegfried Renz war bereits vor einigen Jahren im Kulturgut zu hören – allerdings in einer anderen Besetzung. Dieses Mal dabei: Ares Gratal, das junge Multitalent aus Barcelona, so die Ankündigung von Siggi Renz, am Akkordeon und Saxofon und mit einer unglaublich variablen Stimme, der Perkussionist und Sänger Antonio Moreno und die temperamentvolle Tänzerin La Mona.

Das Repertoire der Gruppe vereint neben den klassischen rhythmischen und harmonischen Elementen auch solche anderer Stilrichtungen. So ist es kein Wunder, dass man sich in diese Musik erst hineinhören musste – vom Saxofon ganz abgesehen.

Musikstücke in wechselnden

Kombinationen vorgetragen

Eindrucksvoll jedenfalls – neben der fast unglaublichen Präzision und Perfektion der Flamenco-Tänzerin – war die Vielfalt der Gruppierungen, mit der die einzelnen Stücke vorgetragen wurden: Duos der Gitarre mit der Flamenco-Tänzerin, mit der Sängerin, mit dem Perkussionisten, Trio (ohne Tänzerin) und Quartett. Was die Rhythmen angeht, so war auch für geübte Ohren nicht jedes Detail zuzuordnen, sieht man einmal von reinen Drei- und Vier-Viertel-Takten ab.

So viel war jedenfalls deutlich: Wenn La Mona mit den ersten Flamenco-Schritten begann, folgten die Augen ihrer Begleiter – und vermutlich der Mehrzahl der Besucher – jeder ihrer Bewegungen und unterstützten diese durch entsprechende Schläge oder Töne ihrer Instrumente; welch eine Harmonie!

Am Ende des Konzerts gab sich das Publikum mit dem Gehörten und Gesehenen nicht zufrieden und erzwang noch drei Zugaben; dabei steigerte sich die Gruppe unter dem Beifall der Zuhörer in einen Rausch von Emotionen.

Fazit: Wenn irgendwann Siggi Renz mit seiner Gruppe Paseo Flamenco Y Más wieder ins Kulturgut kommen sollte, ist ein Besuch nur zu empfehlen.

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Erstellt:
22. Oktober 2018, 06:00 Uhr

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