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Forscher testen neues Bohrsystem im Bodensee

dpa/lsw Langenargen. Mit einem neuen Bohrsystem wollen Forscher im Bodensee Proben aus bis zu 100 Metern Sedimenttiefe gewinnen. Das Gerät werde in den nächsten Wochen ausgiebig zwischen Hagnau und Meersburg getestet, sagte die Projektleiterin Antje Schwalb von der Technischen Universität Braunschweig am Mittwoch. Die Wissenschaftler erhoffen sich durch das Gerät neue Erkenntnisse für die Klimaforschung. Denn anhand der Sedimentproben können die Klima- und die Umweltgeschichte in der jeweiligen Region sowie deren Auswirkungen darauf rekonstruiert werden.

Eine Bohrplattform liegt zwischen Hagnau und Konstanz auf dem Bodensee. Foto: Felix Kästle

Eine Bohrplattform liegt zwischen Hagnau und Konstanz auf dem Bodensee. Foto: Felix Kästle

Wenn der Test am Bodensee gut verläuft, soll das Gerät später weltweit auch in anderen Seen eingesetzt werden können. Die Proben, die bei den Testbohrungen im Bodensee entnommen werden, werden ebenfalls wissenschaftlich genutzt und unter anderem von den Universitäten in Konstanz und Bern untersucht. „Wir haben hier schon viele Sedimentkerne, aber eher mit zehn Metern Länge. Jetzt bohren wir zudem an anderer Stelle, wo mehr Sedimente vorhanden sind“, sagt Martin Wessels vom Institut für Seenforschung in Langenargen. Quasi als Nebenerzeugnis könnten dabei auch neue Erkenntnisse über den Bodensee entstehen.

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Erstellt:
29. Mai 2019, 13:47 Uhr

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