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Forschung: Agraranbau ohne chemischen Pflanzenschutz

dpa/lsw Stuttgart. Ohne Chemie, aber mit besserer Technik und Mineraldünger: Forscher prüfen in den kommenden Jahren in Stuttgart, ob Bauern auf ihren Feldern komplett auf Chemie verzichten könnten. Sie nehmen dazu das Gemüse oder Obst von der Aussaat über die Ernte bis zum Markt unter die Lupe. Partner des Projekts stammen aus 20 Fachgebieten, wie die Universität Hohenheim am Dienstag mitteilte. Die Forscher wollen Mineraldünger so einsetzen, dass er den umstrittenen chemischen Pflanzenschutz ersetzt.

Eine Pflanzenschutzspritze steht an einem Rapsfeld für den Einsatz bereit. Foto: Martin Schutt/Archivbild

Eine Pflanzenschutzspritze steht an einem Rapsfeld für den Einsatz bereit. Foto: Martin Schutt/Archivbild

„Das könnte ein dritter Weg werden - ein Weg zwischen der konventionellen und der ökologischen Landwirtschaft“, sagte der Sprecher des Forschungsverbunds, Enno Bahrs von der Universität Hohenheim. Untersucht werde in den kommenden viereinhalb Jahren der gesamte Weg der Ackerbaustrategie. Beteiligt sind neben der Universität Hohenheim als Koordinator auch das Julius-Kühn-Institut (JKI) und die Universität Göttingen. Das Projekt mit dem Titel „LaNdwirtschaft 4.0 Ohne chemisch-synthetischen Pflanzenschutz“ wird vom Bundesforschungsministerium mit 5,3 Millionen Euro gefördert.

Ganz ohne Pflanzenschutzmittel dürfte es aber auch mit gutem Willen, digitaler Präzision und Investitionen nicht gehen, heißt es bei den Bauern. „Landwirtschaft ohne Pflanzenschutz funktioniert nicht“, sagte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Bernhard Krüsken, der dpa. „Dann wären Kulturen Schädlingen und Krankheiten ausgesetzt.“

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Erstellt:
18. Juni 2019, 15:50 Uhr

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