Geschäftszahlen im Blick
Freenet-Aktie um 12 % gefallen - Was passiert ist
Die Freenet-Aktie steht unter Druck. Nach der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das vergangene Jahr reagierten Anleger enttäuscht, und der Kurs fiel am Donnerstag um 12 Prozent. Was passiert ist.
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Die Freenet-Aktie fällt um 12 Prozent. Erfahren Sie, warum die Geschäftszahlen und der Ausblick des Unternehmens die Anleger enttäuscht haben.
Von Matthias Kemter
Am Donnerstagmorgen eröffnete die Freenet-Aktie mit einem deutlichen Minus. Die Geschäftszahlen des Mobilfunk- und TV-Anbieters für das Jahr 2025 sowie der Ausblick für 2026 blieben hinter den Erwartungen zurück. Besonders die Prognosen für den operativen Gewinn und den Free Cashflow sorgten für Unmut bei den Anlegern.
Geschäftszahlen enttäuschen
Bereits im vergangenen Jahr musste Freenet einen Umsatzrückgang von 1,5 Prozent auf 2,44 Milliarden Euro hinnehmen, während Analysten mit 2,48 Milliarden Euro gerechnet hatten. Auch das bereinigte EBITDA und der Free Cashflow lagen mit 515 Millionen Euro bzw. 292 Millionen Euro unter den Erwartungen. Analysten hatten hier 526 Millionen Euro bzw. 303 Millionen Euro prognostiziert. Diese Abweichungen führten zu einem Vertrauensverlust bei den Anlegern.
Schwäche im Mobilfunkgeschäft & enttäuschender Ausblick für 2026
Ein zentraler Grund für die enttäuschenden Zahlen ist das schwächelnde Mobilfunkgeschäft. Während das Internet-TV-Produkt Waipu.tv positive Impulse lieferte, konnte dies die Schwächen im Kerngeschäft nicht ausgleichen. Besonders kritisch wurde der Ausblick für das Jahr 2026 aufgenommen. Freenet prognostiziert ein bereinigtes EBITDA von 500 bis 530 Millionen Euro und einen Free Cashflow von 270 bis 300 Millionen Euro. Diese Werte liegen deutlich unter den bisherigen Markterwartungen von 549 Millionen Euro bzw. 307 Millionen Euro.
Dividendenpolitik sorgt für gemischte Reaktionen
Traditionell spielt die Dividende bei Freenet eine große Rolle. Zwar soll die Dividende für 2025 um 10 Cent auf 2,07 Euro je Aktie erhöht werden, doch hatten viele Anleger auf eine stärkere Anhebung gehofft. Für die kommenden Jahre stellt Freenet eine Mindestdividende von zwei Euro oder 80 Prozent des bereinigten Mittelzuflusses in Aussicht. Diese Ankündigung konnte die Enttäuschung über die schwachen Geschäftszahlen jedoch nicht kompensieren.
Langfristige Perspektiven
Trotz der aktuellen Schwäche hat Freenet den langfristigen Ausblick bis 2028 leicht angehoben. Das Unternehmen erwartet bis dahin ein bereinigtes EBITDA von mindestens 620 Millionen Euro und einen Free Cashflow von mindestens 340 Millionen Euro. Diese positiven Signale konnten die kurzfristigen Sorgen der Anleger jedoch nicht überdecken.
Fazit
Die Freenet-Aktie geriet nach der Veröffentlichung der Geschäftszahlen und des enttäuschenden Ausblicks massiv unter Druck. Während das Internet-TV-Produkt Waipu.tv weiterhin Wachstumspotenzial bietet, belasten die Schwächen im Mobilfunkgeschäft und die verfehlten Erwartungen die Stimmung.
