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Freiburg kommt der Europa League näher: 2:1 gegen Hertha

dpa Freiburg. Der SC Freiburg mischt im Kampf um einen internationalen Startplatz weiter munter mit. Mit dem Sieg gegen Hertha BSC setzen die Breisgauer die Rivalen im Saison-Endspurt unter Erfolgsdruck.

Freiburgs Lucas Höler und Berlins Marko Grujic (l-r.) im Duell um den Ball. Foto: Tom Weller/dpa pool/dpa

Freiburgs Lucas Höler und Berlins Marko Grujic (l-r.) im Duell um den Ball. Foto: Tom Weller/dpa pool/dpa

Dank seines Super-Jokers Nils Petersen nimmt der SC Freiburg Kurs auf die Europa League. Mit seinem 25. Treffer nach einer Einwechslung sorgte der Angreifer am Dienstagabend für den 2:1 (0:0)-Sieg der Breisgauer gegen Hertha BSC. Vincenzo Grifo (61. Minute) hatte die Mannschaft von Trainer Christian Streich mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung gebracht, kurz darauf gelang Vedad Ibisevic (66.) per Foulelfmeter der Ausgleich. Aber dann schlug Ex-Nationalstürmer Petersen (71.) zehn Minuten nach seiner Hereinnahme zu und entschied das Spiel.

„Der Ball fällt mir vor die Füße. Manchmal weiß du als Stürmer, dass du nur die eine Chance bekommst. Ich versuche mich darauf zu fokussieren, dass ich die auch verwerte. Das ist meine Aufgabe“, sagte Petersen beim TV-Sender Sky. „Momentan klappt es sehr gut von der Bank.“

Durch den Erfolg rückte der SC in der Fußball-Bundesliga mit 45 Punkten vorerst auf den siebten Platz, der für die Europa-League-Qualifikation reichen würde. „Wir würden lügen, wenn wir sagen würden, wir schauen nicht auf die Ergebnisse der anderen. Heute haben wir erst einmal dafür gesorgt, dass Hertha uns nicht mehr überholen kann“, sagte Petersen.

Die Berliner verharren nach der dritten Niederlage in Serie, die Ibisevic als „unglücklich“ bezeichnete, mit 38 Zählern im Mittelfeld der Tabelle. „Wir hatten alles im Griff, dann passieren individuelle Fehler. Aber die Jungs haben das nicht mit Absicht gemacht“, sagte der Hertha-Stürmer. Dabei hatten sich die von Personalsorgen geplagten Gäste über weite Strecken der Partie nicht anmerken lassen, dass etliche ihrer Spieler aufgrund von Verletzungen, Sperren oder Suspendierungen fehlten.

Nach einer mäßigen ersten Hälfte ging die Hertha in der 51. Minute nach einem Distanzschuss von Dodi Lukebakio sogar in Führung - der herrliche Treffer zählte nach Sichtung der Videobilder aber nicht, weil Vladimir Darida zuvor den Freiburger Jonathan Schmid gefoult hatte. „Er war einen Tick eher am Ball. Die Entscheidung war korrekt“, räumte Darida ein. Von Schiedsrichter Tobias Stieler gab es nachträglich auch noch die Gelbe Karte.

Je länger das Spiel dauerte, desto mehr übernahmen die Freiburger die Kontrolle. Hertha-Coach Bruno Labbadia sprach seinen Spielern von der Seitenlinie zwar immer wieder lautstark Mut zu, klare Tor-Aktionen gingen der Hertha aber zunächst ab. Stattdessen hätte Roland Sallai (21.) Mitte des ersten Durchgangs beinahe das 1:0 erzielt. Nach der Pause machte es Grifo besser, als er einen Freistoß scharf auf das Berliner Tor zirkelte. Keeper Rune Jarstein lenkte den Ball zwar noch an den Pfosten, von dort ging er allerdings ins Tor.

Erst jetzt nahm die Partie Fahrt auf. Fünf Minuten später kam Freiburgs Nationalspieler Robin Koch im Strafraum zu spät gegen Pekarik - den anschließenden Elfmeter verwandelte Ibisevic cool zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Erneut fünf Minuten später war dann Petersen nach einem Patzer von Darida zur Stelle. „Der Fehler tut mir Leid“, sagte der Ex-Freiburger.

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Erstellt:
16. Juni 2020, 22:35 Uhr

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