Freiburg vor Kellerduell mit Bielefeld

dpa/lsw Freiburg. Im Abstiegskampf will der SC Freiburg nach neun sieglosen Spielen endlich wieder gewinnen. Dazu hofft Trainer Christian Streich auf eine Leistung wie zuletzt beim 2:2 gegen Mönchengladbach - nur mit mehr Toren als der Gegner. Sonst wird der Druck immer größer.

Freiburgs Trainer Christian Streich gestikuliert. Foto: Tom Weller/dpa

Freiburgs Trainer Christian Streich gestikuliert. Foto: Tom Weller/dpa

Nach bereits neun Spielen in Serie ohne Sieg ist der SC Freiburg sichtlich darum bemüht, vor dem Kellerduell mit Arminia Bielefeld Druck von der Mannschaft zu nehmen. Trainer Christian Streich sprach daher vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) nur wenig über die Tabellensituation, auch wenn Freiburg auf Rang 14 steht und Bielefeld noch zwei Plätze darunter auf dem Abstiegsrelegationsplatz. Er habe das auch mit der Mannschaft nur wenig thematisiert, denn: „Die Jungs wissen genau, was ansteht in den nächsten Spielen“, sagte Streich am Donnerstag.

In der Englischen Woche nämlich reisen die Breisgauer nach dem Bielefeld-Spiel zum FC Schalke 04 (Mittwoch) und damit zu einem weiteren direkten Konkurrenten. Und Hertha BSC, das am Sonntag danach nach Freiburg kommt, steht im Moment nur vier Punkte vor der Abstiegszone. „Dieser Dreierblock vor Jahresende wird wichtig für uns“, sagte Sportvorstand Jochen Saier denn auch.

„Wenn wir gegen Bielefeld nicht gewinnen, dann gibt's richtig auf die Hörner für uns, von überall“, hatte Streich nach dem 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach noch erklärt. Wiederholen wollte er das nun aber nicht mehr. „Das hätte ich nicht sagen sollen, das war eine Steilvorlage für euch“, sagte der 55-Jährige in Richtung der Medien. „Wir würden uns selbst auf die Hörner hauen, meinte ich damit.“ Saier findet sowieso, dass das „das Wohl und Wehe“ des Vereins so früh in der Saison nicht von einem Spiel abhänge.

Statt über Druck sprach Streich also lieber darüber, was seine Mannschaft, die mit dem 3:2 am ersten Spieltag beim VfB Stuttgart den bisher einzigen Saisonsieg feierte, gut gemacht hat bei den jüngsten Unentschieden in Augsburg (1:1) und gegen Mönchengladbach. Und dass sich die Spieler insgesamt schon zwei oder drei Siege mehr verdient gehabt hätten.

Das heißt umgekehrt aber auch, dass die Mannschaft nun langsam liefern muss, um nicht endgültig in die Abstiegsregion zu stürzen. Denn von den Leistungen im anstehenden Bundesliga-Dreierpack vor Weihnachten würden auch „eventuelle Entscheidungen im Winter“ abhängen, erklärte Saier. Wirtschaftlich ist der Sport-Club trotz der Corona-Krise so gut aufgestellt, dass er noch mal auf dem Transfermarkt aktiv werden könnte.

Streich hofft aber, dass das nicht nötig sein wird, sondern dass seine Mannschaft wieder „mit totaler Entschlossenheit“ auftritt und so gut spielt wie gegen Mönchengladbach. „Dann wäre es für jeden Gegner schwer, also auch für Bielefeld.“

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Erstellt:
10. Dezember 2020, 15:31 Uhr

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