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Für den Klimaschutz auf Achse

Projekt Stadtradeln: Über 1000 Teilnehmer kreisweit legen 265000 Kilometer zurück – Ehrung für teilnehmende Kommunen

Insgesamt 1008 Teilnehmer haben beim Projekt Stadtradeln mitgemacht. In 95 Teams legten sie während der drei Aktionswochen 265300 Kilometer zurück und vermieden damit über 37600 Kilogramm CO2. Für Landrat Richard Sigel war es „ein sehr schönes und erfolgreiches Projekt aus unserem Klimaschutz-Handlungsprogramm“.

Auf die Sättel, fertig los: So lautete die Devise beim Start zum Stadtradeln auf dem Willy-Brandt-Platz in Backnang. Archivfoto: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Auf die Sättel, fertig los: So lautete die Devise beim Start zum Stadtradeln auf dem Willy-Brandt-Platz in Backnang. Archivfoto: J. Fiedler

Von Armin Fechter

BACKNANG/WAIBLINGEN. „Da sieht man, was man für den Klimaschutz bewirken kann“, lautete das Fazit von Felicia Wurster, im Landratsamt Leiterin der Geschäftsstelle Klimaschutz. Sie stellte gestern im Umwelt- und Verkehrsausschuss des Kreistags die Bilanz vom Stadtradeln 2019 vor. Danach waren unter den Teilnehmern auch 51 Kreis- und Gemeinderäte. Sechs Kommunen haben sich daran beteiligt: Aspach, Backnang, Rudersberg, Schwaikheim, Urbach und Weinstadt. Das Landratsamt selbst ist mit einem Team aus 95 Radfahrern angetreten. Außerdem gibt es das Stadtradeln schon seit Längerem regelmäßig in Fellbach, Schorndorf und Waiblingen, freilich zu eigenen Aktionszeiträumen.

Die Rückmeldungen zum Projekt seien sehr positiv gewesen, bilanziert die Geschäftsstelle Klimaschutz. Man habe damit die Zielsetzungen erreicht, nämlich Möglichkeiten von klimaneutraler Mobilität im Alltag aufzuzeigen.

Die Abschlussbilanz bot zugleich Anlass, die beteiligten Städte und Gemeinden zu ehren und ihnen zu danken: mit Urkunden und Shirts sowie Kartons, denen anzusehen war, dass sie vergorenen Rebensaft enthielten. Für Backnang nahm Erster Bürgermeister Siegfried Janocha die Ehrung entgegen. Aspach war hingegen nicht in Waiblingen vertreten.

Mit Spaß am Radfahren Gutes für die Umwelt tun

Erklärtes Ziel des Klimaschutz-Handlungsprogramms 2019 bis 2022 ist es, die Bürger aktiv einzubinden und Klimaschutz zum Mitmachen anzubieten. Dazu erschien das Stadtradeln als besonders geeignet. Die Teams treten in die Pedale, um sowohl privat als auch beruflich möglichst viele Kilometer abzustrampeln und damit aktiv CO2 einzusparen. Die Initiative zu dem bundesweiten Wettbewerb ging 2008 vom Klimabündnis aus. Das Programm ist als Wettbewerb konzipiert und soll das Radfahren mit Spaß unters Volk bringen. Am Ende zeichnet das Klimabündnis im Auftrag des Bundes die fahrradaktivsten Kommunen und Kommunalparlamente aus.

Die Geschäftsstelle Klimaschutz hatte sich zum Ziel gesetzt, schon im ersten Jahr mindestens 1000 Rems-Murr-Bürger für die Teilnahme zu begeistern. Daher wurde bei Vereinen, Schulen und Unternehmen intensiv für das Vorhaben geworben. Die Geschäftsstelle übernahm selbst die Koordination.

Zudem gab es eine Auftaktveranstaltung, die von der Stadt Backnang ausgerichtet wurde. Vom Willy-Brandt-Platz aus startete dabei eine stattliche Gruppe zu einer After-Work-Tour. Auch OB Frank Nopper und Landrat Richard Sigel waren darunter: Sie streiften sich Landkreis-Radtrikots über und schwangen sich auf ihre Drahtesel, um gemeinsam mit den Bürgern einen flotten Start vorzulegen und das Stadtradeln im Kreis zu eröffnen. Freizeitradler gesellten sich unter sportliche Mountainbiker, Firmen-Teams waren dabei, kleine Kinder fuhren im Anhänger mit, sogar im Tandem ging es auf Achse. Von da an wurde gestrampelt, was die Waden hergaben. Mit Stolz berichteten die Backnanger Akteure drei Wochen später, über 80000 Kilometer geradelt zu sein – eine Strecke, die zweimal um den Globus reicht.

Um den Wettbewerbsgedanken aufzunehmen, ist jetzt noch eine öffentliche Abschlussveranstaltung geplant. Sie soll am 3. Oktober im Rahmen der Berg- und Wieslauftal-Tour der Gemeinde Rudersberg stattfinden. Der Landkreis zeichnet dann die besten Radteams aus und verlost Gewinne unter den Teilnehmern.

Die Resonanz unter den Kreisräten im Umwelt- und Verkehrsausschuss auf die Aktion war positiv. Einzig der Schorndorfer Hermann Beutel (CDU) hatte etwas daran auszusetzen: Er sei selbst ein begeisterter Radfahrer, habe es aber nicht geschafft, in das Programm reinzukommen, beschwerte er sich. Da werde er nächstes Jahr wohl direkt mit Klimaschutz-Chefin Felicia Wurster in Kontakt treten müssen.

Der Landrat nahm die humorvoll vorgetragene Kritik gelassen entgegen und versicherte: „Wir werden gerne helfen.“

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Erstellt:
24. September 2019, 16:00 Uhr

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